Orania Movement erreicht Meilenstein mit 5000 Mitgliedern / Neuer elektronischer “Voorgrond”

Die Orania-Bewegung hat kürzlich die Marke von 5000 Mitgliedern überschritten. Besonders 2017 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die Rekrutierung neuer Mitglieder mit einem Zuwachs von etwa 1500 Mitgliedern. Grund genug, mit Champagner und Leckereien zu feiern.

In diesem Jahr wurde das Büro der Orania-Bewegung stark verbessert und überarbeitet, um die Anforderungen einer zweckorientierten, dynamischen Organisation zu erfüllen, die ihrem Ideal noch besser dient. Ein neues offenes Büro, genannt „Oorlogskamer“ (in Anlehnung an den korporativen “war room”) wurde eingerichtet, und auch ein Call-Center für die telefonische Mitgliederwerbung, was wesentlich dazu beitrug, ein neues Mitgliederhoch zu erreichen.

Zusammen mit dem neuen Aussehen der Orania Bewegung ist eine bessere und schnellere Kommunikation. Die neueste Ausgabe des Magazins “Voorgrond” wurde allen Mitgliedern auf elektronischem Wege übermittelt. Mitglieder haben immer noch die Möglichkeit, den “Voorgrond” als gedruckte Version zu erhalten und jeder wurde gebeten, eine der beiden Optionen zu wählen. Die meisten wählten die elektronische Option, auch wegen der langsamen und unzuverlässigen Postdienste in Südafrika.

Auch die Mitarbeiter der Orania-Bewegung feierten im wunderschönen Garten neben dem Büro ihre Weihnachtsfeier. Wir alle blicken mit Dankbarkeit auf ein gesegnetes Jahr zurück.

Wir freuen uns über Ihr Feedback und neue Leser

Wir versuchen unseren Orania Newsletter für unsere Deutschsprachigen Unterstützer zu verbessern. Wenn Sie den Newsletter mögen oder einen Vorschlag haben, wie wir ihn verbessern können, oder wenn Sie das Gefühl haben, dass es Themen gibt, über die Sie mehr lesen möchten, geben Sie uns bitte Feedback unter inligting@orania.co.za.

Wenn Sie Personen kennen, die sich auch für Orania interessieren und unseren Newsletter erhalten möchten, senden Sie bitte ihre Namen und E-Mail-Adressen an inligting@orania.co.za.

Bitte unterstützen Sie die Orania-Bewegung und die Afrikaner-Gemeinschaft von Orania

Dank unserer Mitglieder in Südafrika und Übersee haben Orania und die Orania-Bewegung viel zur praktischen Selbstbestimmung beigetragen. Die Orania-Bewegung fördert das Ideal einer Heimat für Afrikaaner durch Selbständigkeit, Eigenarbeit, Bewahrung unserer Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise.

Wenn Sie einer wachsenden Anzahl von Unterstützern beitreten möchten (und einige Vorteile wie Rabatte auf Unterkünfte, ein Magazin und mehr erhalten), die Orania stärker machen, dann werden Sie Mitglied für nur R50 pro Monat.
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Die Orania Bewegung wuenscht ein gesegnetes Weihnachtsfest

Orania Bewegung erreicht Meilenstein mit 5000 Mitgliedern

Die Orania Bewegung hat in November einen Meileinstein erreicht, nämlich 5000 bezahlende Mitglieder. Vor allem 2017 hat uns viele neue Mitglieder gebracht, es gab ein Wachstum von 35% in diesem Jahr. Das macht von der Orania Bewegung die am schnellsten wachsende, und die viert grösste Afrikaner-Mitgliederorganisation.

Das grosse Wachstum ist verursacht durch das neu konzipierte Freiheiszentrum mit 3 Werbungsagenten und auch sonst einem guten und loyalen Team. Weiterhin hängt es auch mit dem immer besseren Bild von Orania zusammen, was dazu führt, das mehr und mehr Buren ausserhalb Orania sich damit identifizieren und Orania als zukünftige Bestimmung sehen. Südafrika wird immer negativer erlebt und an Orania als echte Alternative gedacht, wo es sicher ist, man seine Kultur ausleben kann und wo alles funktioniert.

5000 Mitglieder, ein Grund zum feiern

Werden Sie Mitglied der Orania Bewegung

Wenn Sie Orania und die Orania Bewegung unterstützen wollen, oder Mitglied werden wollen, schicken Sie eine e-mail an inligting@orania.co.za, oder gehen Sie auf www.orania.co.za > raak betrokke> sluit aan by Orania Beweging. Mitglieder ausserhalb Südafrikas zahlen R50 pro Monat, oder R600 pro Jahr (oder mehr als dieses, wenn gewünscht).

Solidariteit : Autonomie-Konferenz

Deutscher Infobrief der Orania Bewegung. November 2017

Südtiroler besuchen Nordkap-Provinz und Orania

Ende November/Anfang Oktober besuchte eine Reisegruppe des Südtiroler Freundeskreis der Afrikaner Südafrika, (Pretoria und Umgebung, die Nordkap-Provinz und Orania). Einige, wie dr. Gino Bentivoglio, Obmann des Freundeskreises, und Bruder Enrico Divina, Sekretär, waren schon mehrmals in Südafrika und Orania, aber für die meisten war es der erste Besuch.

Die Reise begann in Pretoria und danach flog die Gruppe von 9 Personen nach Kimberley, wo Sebastiaan Biehl, Touristenführer der Orania Bewegung, sie in Empfang nahm. Von dort ging es zum Schlachtfeld von Magersfontein, wo die Buren im November 1899 den Engländern im Anglo-Burenkrieg eine emfindliche Niederlage bereiteten. Auf dem ausgestreckten Schlachtfeld befinden sich auch zahlreiche Denkmäler für die verschiedenen Kriegstoten (Engländer, Schotten, Buren, Skandinawier), ein Museum mit Filmschau und ein Aussichtspunkt, wo man die Stellungen gut sehen kann. Auch ein Blockhaus, ein britischer Beobachtungsposten aus der Guerillaphase des Krieges, wurde in der Nähe besucht.
Am Abend ging es zum nahegelegenen Mokala Nationalpark, wo die Gruppe in gemütlichen Chalets im Busch übernachtete und am nächsten Tag die afrikanische Natur und Tierwelt erlebte. Am Abend erreichte man Orania, wo der paradiesische Uferpark mit seinen Chalets auf die Südtiroler wartete. In Orania wartete es ein volles Programm auf die Besucher: eine Besichtigungstour von Orania, verschiedene Museen, ein Frühschoppen bei Sepp Eckmeier, Oranias bayrischem Bierbrauer, Schnapsprobe, Bootsfahrt auf dem Oranjefluss und genug Zeit für Entspannung beim Uferpark.

Nach 2 Tagen in Orania ging es weiter zum Besuch des Oranjerivier Konzentrationslagers, einer beeindruckenden Stätte aus dem Burenkrieg, wo die Burenfrauen und Kinder von den Englischen Soldaten gefangen gehalten und mishandelt wurden. Viele starben an Unterernährung und Krankheiten. Am Abend war die Gruppe wieder in der Wildnis, auf der Wildfarm Slypsteen, wo Wild beobachtet und auch Jagdversuche gemacht wurden. Dann ging es nach 2 Nächten wieder zurück nach Kimberley zum Weiterflug nach Pretoria, wo die Reise ausklang.

Die Südtiroler beim Uferrestaurant in Orania

Konferenz zum Thema „Autonomie für die Afrikaanse Gemeinschaft“

Am 10. und 11. November fand in Pretoria ein Kongress zum Thema “Autonomie für die Afrikaanse Gemeinschaft”, der von der Afrikaner-Organisation Solidariteit veranstaltet wurde, statt. Viele bekannte und namhaften Denker, Akademiker und Führugspersonen der Afrikaner waren dort versammelt, um die Möglichkeiten für Autonomie zu besprechen.

Was Minderheitsrechte betrifft ist Südafrika sehr unterentwickelt. Im Grundgesetz stehen ein paar vage Artikel die nicht den Test der Praxis bestehen. Die Regierung sieht alles Streben nach Selbstbestimmung als Exklusivität und Diskriminierung an und tut alles, um dies zu verhindern. Afrikaanse Schulen werden zum Beispiel mehr und mehr gezwungen, Englisch zu werden, damit Buren nirgendwo mehr Unterrichtsautonomie haben.

Die Afrikaner sind erst am Anfang was das Streben nach Autonomie betrifft und sind in einen wesentlich ungünstigeren Umfeld als beispielsweise Minderheiten in Europa. Ein erster Schritt ist, sich von der Abhängigkeit des Staates zu lösen und mehr und mehr zu privatisieren.

Orania wurde auf der Konferenz oft erwähnt als ein Vorbild von Selbständigkeit in der Praxis und auch das einzige Beispiel von territorialer Autonomie in Südafrika.
Eine Folgekonferenz wo praktische Schritte zur Verwirklichung von Autonomie besprochen werden, ist in Voraussicht gestellt.

Autonomie-Konferenz: Flip Buys, Frans de Klerk, prof. Koos Malan, Piet Le Roux, Heinrich Matthee, Dr. Dirk Hermann, Jan Bosman

Dritte Carel Boshoff Gedenklesung

Die dritte Carel Boshoff Gedenklesung fand am 9. November in Pretoria statt, am Tag, an dem Carel Boshoff (snr.) 90 Jahre alt geworden wäre.
Dr. Danie Langner, Leiter der Afrikaansen Jugendorgansiation „Die Voortrekkers“ und Direktor der Federasie van Afrikaanse Kultuurorganisasies (FAK) (Dachverband der Afrikaansen Kulturorganisationen) war der Sprecher der diesjährigen Gedenklesung unter dem Thema: “Kinders van die 80’s”, was handelte über die Rolle von prof. Boshoff as Leiter der Voortrekkerbewegung in den 1980’er Jahren, als dr. Langner ein jugendliches Mitglied dieser Bewegung war.

Prof. Boshoff war nicht nur Leiter der Voortrekkerbewegung in den 1980’ern, sondern auch Vorsitzender zahlreicher Afrikaanser Kulturorganisationen, Universitätsdozent, Missionar und Pfarrer, aber er wird vor allem geehrt als der Gründer von Orania und als der grosse Vordenker der Volkstaat-idee.

Dr. Danie Langner

Rooi Papawerdag 11 November (Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt)

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg, an dem auch zahlreiche Südafrikaner als Soldaten beteiligt waren und umkamen. Dieser Tag wird auf Initiative von dr. Manie Oppermann jährlich auch in Orania gedacht. Es geht dabei nicht nur um das Gedenken an Kriegstote, sondern vor allem auch um die vielen Opfer von Gewalt, speziell Farmmorde. Der Ort des Gedenkens ist das boerekruis, ein weisses Kreuz fuer die Opfer von Farmermorden nahe dem Museum.

Das Program wurde eröffnet mit Bibellesung und Gebet, dann gab es eine kurze Ansprache von James Kemp und eine Gedichtsvortrag von Ester Le Roux zum Thema. Anschliessend legten Vertreter von verschiedenen Orania-Organisationen und einige der Einwohner Kränze und Blumen zum Gedenken an die Toten am Kreuz nieder und zum Abschluss spielte Carel Boshoff das Tabtoe-Signal auf der Trompete, womit Tote geehrt werden. Es war wie jedes Jahr ein feierliches Ereignis mit einer ganz eigenen Würdigkeit.

Gedenken an die Toten von Krieg und Gewalt

Jaco Kleynhans schafft Istanbul Maraton

Der Geschaeftsführer der Orania Bewegung, Jaco Kleynhans, ist ein begeisterter Langstreckenläufer und hat in diesem Monat am 39. Istanbul Marathon über 2 Kontinente teilgenommen. Jaco hat schon an mehreren Halbmarathons in Südafrika und sogar Deutschland teilgenommen, aber dies war der erste volle Marathon und eine neue Herausforderung für Jaco. Istanbul war auch ein besonderer Ort dafür. Marathonlaufen hat fast mehr mit Selbstdisziplin als mit körperlicher Leistung zu tun. Auch der Aufbau von Orania und einem Afrikaner-Gebiet erinnert an einen Marathonlauf. Wenn man aufgeben will, muss man sich überzeugen weiter zu machen bis zum Ziel.

Jaco Kleynhans am Ziel in Istanbul

Rückblick Südafrika 2017 – Deutsche Beziehungen

Deutscher Infobrief der Orania Bewegung. September/Oktober 2017

Deutschland/Südafrika: Perspektive von Dr. Klaus Baron von der Ropp

Das Interesse an Südafrika in Deutschland bzw. im Deutschsprachigen Raum ist sehr zurückgegangen. Zur Zeiten der weissen Regierung gab es viele Aktionen und Initiativen gegen den “Apartheidstaat” aus Deutschland, aber es gab auch Verteidiger der weissen Minderheit. Nach 1994 war Südafrika in aller Munde als ein romantisiertes “Multi-kulturelles Regenbogenland” und eine internationale Erfolgsgeschichte, mit Nelson Mandela als Messiasfigur, und wurde danach zum Modereiseland. Zahlreiche Kontakte und Austausche, privat, wirtschaftlich und politisch, folgten. So wie die Zeit vor 1994 einseitig negativ wahrgenommen wurde, und alle Hoffnungen auf Machtübernahme durch den ANC ruhten, wurde nach 1994 alles hoffnugsvoll gesehen und das Dauerproblem Südafrika sozusagen als gelöst betrachtet.

Vor allem seit der Präsidentschaft von Jacob Zuma müssen selbst dem ANC wohlgesonnene Beobachter erkennen, das nicht alles gut ist im (nicht mehr so) neuen Südafrika, und das auch nicht alle Probleme Folgen der Apartheid sind. Gerade letzteres wird immer mehr vom ANC als Entschuldigung für eigene Versagen gebraucht, und von undifferenzierenden Medien nachgebetet. Andere, die die Probleme erkennen, wenden sich zunehmend enttäuscht von Südafrika ab. Dabei wäre gerade jetzt, wo die Minderheiten besonders bedroht sind, ein aufbauendes Deutsches Engagement wünschenswert. Es gibt ja nicht nur die vereinfachte schwarz-weiss Perspektive, sondern jede Menge Minderheiten und komplexe Probleme in Südafrika, die nicht mit der Abschaffung der Apartheid gelöst werden können. Auch die Schwarzen sind kein homogener Block, auch wenn die “Black Power” Propaganda dieses vorgibt.

Ein langjähriger Südafrikakenner und -analyst, dr. Klaus Baron von der Ropp, hat beim letzten Jahrestreffen der Südtiroler Freunde der Afrikaaner am 27. August einen gut fundierten Vortrag über die heutige Lage der Afrikaaner (Buren) gehalten, der in voller Länge hier zu lesen ist (http://www.oraniablog.co.za/zur-lage-der-afrikaaner-buren-im-neuen-sudafrika-eine-deutsche-sicht/). Der Vortrag ist auch in Afrikaans übersetzt worden und auf www.oraniablog.co.za einzusehen.

Neben Baron von der Ropp, der in Potsdam wohnt ist auch Andries Vogel aus Leipzig aktiv um auf die Probleme Südafrikas aufmerksam zu machen. Gerade die furchtbaren Morde auf Farmer und auch Farmarbeiter von brutalen Banden werden in den Deutschen Medien hartneckig ignoriert. Andries Vogel veranstaltete am 3. Oktober in Geithain nahe Leipzig die Vorführung des Filmes “Treurgrond” (trauernde Erde), der die Morde auf Farmer und wie damit eine ganze Gemeinschaft zerstört wird, thematisiert.
In der Region Frankfurt ist Orania’s Botschafter, Aaron Kahland der Ansprechpartner für Interessenten an Orania und an den Buren. Kontakt: aaronkahland@googlemail.com

Orania: Brauer- und Brennerfest

Die Wertschätzung für hausgemachte Produkte ist in Orania gross. Das gilt auch für Bier. In Südafrika entwickelt sich der Hausbraumarkt (craft beer) stark, ist aber immer noch sehr klein und, anders als in Europa, beherrschen 3 oder 4 Biermarken den Markt. Orania ist der einzige Ort in der ausgestreckten Provinz Nord-Kapland mit 2 kommerziellen Hausbrauereien, nämlich Bavaria Brauerei, betrieben von den Deutsch-Oraniern Sepp und Rita Eckmeier, und Grootrivier Brauerei, betrieben von Robert Combrinck. Es gibt auch einige Hobbybrauer für den Eigenbedarf. Ausserdem gibt es mit Johan de Villiers einen bekannten Schnapsbrenner.

Am 23. September fand das Brauer- und Brennerfest beim Stokkiesdraai Geschäftszentrum statt. Auch Brauer und Brenner und viele Besucher von ausserhalb Orania kamen zu der Gelegenheit. Die bekannte Afrikaanse Rockband “Beeskraal” spielte zum Fest.

Am gleichen Tag fand auch das jährliche Rugbymatch zwischen “Orania Rebelle” und “Kleinfontein Krygers” statt und auch zwischen den Netzballteams der Frauen gab es einen Wettstreit. Orania gewann das Rugbymatch, Kleinfontein den Netzballwettstreit.

Orania/Pretoria: der e-Ora wird demnächst Wirklichkeit

Der e-Ora, die elektronische Version des lokalen Bezahlmittels Ora, ist zur Zeit in aller Munde, nicht nur in Orania, auch unter vielen Südafrikanern ausserhalb Oranias. Verschiedene Medien haben in letzter Zeit prominent darüber berichtet. Im Moment ist wieder ein Kamerateam des Fernsehsenders Kyknet in Orania um über den Ora zu berichten.

Ende September gab es eine Informationsveranstaltung zur praktischen Ausführung des e-Oras in Orania, und Anfang Oktober eine in Pretoria. Prominente Ökonomen wie Dawie Roodt, Andries Brink en Piet Le Roux sprachen sowohl in Orania als auch in Pretoria bei Informationsveranstaltungen zum e-Ora. Die Möglichkeit ist gegeben, das der Ora, und vor allem seine elektronische Version, nicht nur in Orania benutzt wird, sondern auch unter Orania- Unterstützern in ganz Südafrika. Die wirtschaftlichen Vorteile für Orania, wenn zum Beispiel die Transaktionsgebühren in der Orania Bank OSK eingezahlt werden, sind enorm. Zwei Afrikaanse Unternehmen in Pretoria, Buffelsfontein Rinderzucht und Restaurant und Eric Barnard Möbel haben bereits angekündigt, den Ora als Bezahlungsmittel zu akzeptieren.

Der e-Ora bietet viel mehr Möglichkeiten als der Papier-Ora, weil er virtuell verhandelt werden kann. Der Ora bleibt allerdings an den Südafrikanischen Rand gebunden und ist keine Krypto-Währung. Das Problem, was viele Einwohner haben, das sie nicht zur Bank kommen oder dort nicht Zeit haben, in der Reihe zu stehen zum Geld abheben, wird mit dem e-Ora beseitigt. Anders als für die elektronischen Überweisungen in Rand werden die Gebühren für den e-Ora minimal sein.
Orania Bewegung wird überwaeltigt vom starken Interesse am e-Ora und regelmässigen Nachfragen auf Facebook und per e-mail.

Orania: Oktober ist Radfahrmonat

Die Radfahrkultur, die in Europa längst allgemein ist, ist in Südafrika noch nicht verbreitet. Auf dem Land sind die Abstände einfach zu gross und in den Städten ist es vielerorts zu gefährlich. Diejenigen, die Rad fahren, tun dies nur als Sport in Anlagen, aber nicht zur Fortbewegung.

Orania Bewegung will in Orania eine Radfahrkultur festigen. Orania ist sicher und alles ist relativ nahe aneinander, manchmal zu weit zum laufen, aber zu nahe zum Auto fahren und daher ideal zum Radfahren. Nicht jeder hat ein Auto, und diejenigen, die es haben, müssen auch bewusst gemacht werden, das das Auto auch mal stehen bleiben kann für Kurzstrecken. Noch gibt es keine Verkehrsprobleme und Abgasbelastung in Orania, aber mit dem heutigen Wachstum wird das bald der Fall sein. Die Alternative Fahrrad, auch gut für die Gesundheit, muss jetzt schon benutzt werden. Es gibt bereits Mieträder bei der Orania Bewegung.

Besucher wundern sich schon jetzt darüber, das Orania so anders ist als der Rest von Südafrika: man grüsst sich, die Einwohner machen alle Arbeit selbst, überall wird Afrikaans gesprochen, es gibt keine hohen Zäune, Alarmanlagen und scharfen Hunde und die Kinder spielen in den Strassen statt vorm Computer. Demnächst kommen hoffentlich noch Strassen voller Radfahrer statt voller Autos dazu!

Werden Sie Mitglied der Orania Bewegung

Wenn Sie Orania und die Orania Bewegung unterstützen wollen, oder Mitglied werden wollen, schicken Sie eine e-mail an inligting@orania.co.za, oder gehen Sie auf www.orania.co.za > raak betrokke> sluit aan by Orania Beweging. Mitglieder ausserhalb Südafrikas zahlen R50 pro Monat, oder R600 pro Jahr (oder mehr als dieses, wenn gewünscht).

Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie Orania!

Orania bekommt zunehmend Unterstützung und Nachfragen aus dem Ausland. Vor allem Europäer merken zunehmend, das die idealisierte multi-kulturelle Gesellschaft, die nicht das richtige Modell für Südafrika ist, in Europa in der Praxis oft auch nicht funktioniert. Orania’s Modell von selbständigen, ethnisch-kulturellen Gemeinschaften, die so viel wie möglich ihre eigenen Angelegenheiten besorgen und in friedlichem Nebeneinander funktionieren, kann auch eine Antwort sein auf ein immer diverseres Europa einerseits, und immer mehr Zentralismus aus Brüssel, andererseits.

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Rückblick Südafrika 2017 – 277 Angriffe mit 55 Toten in 1. Halbjahr

Deutscher Infobrief der Orania Bewegung.

Juli/August 2017

Südafrika: Präsident Zuma übersteht noch ein Misstrauensvotum.

Am 8. August fand das mit Spannung erwartete Misstrauensvotum über Präsident Zuma statt. Es war bereits das achte Misstrauensvotum in den letzten Monaten und es ging auch diesmal darum, das Zuma wegen seiner direkten Verstrickung in ein Netzwerk der Korruption nicht länger als Präsident tragbar sei. Das sogenannte Guptagate, benannt nach der Indischen Guptafamilie, die Zuma massive Zahlungen zukommen lassen im Tausch für Einflussnahme auf die Politik, hält Südafrika schon lange in Atem und ständig werden neue Skandale offenbar gemacht.

Das Misstrauensvotum hatte diesmal gute Chancen auf Erfolg, weil die Parlamentspräsidentin, Bhaleka Mbete, kurz davor entschied, eine geheime Abstimmung zuzulassen. Dies bot Zuma-kritischen ANC-Abgeordneten die Möglichkeit, gegen ihn zu stimmen ohne dafür belangt zu werden. Nur sehr wenige, mutige ANC-Abgeordnete hatten vorher offen angekündigt, sich gegen ihren Parteichef und Präsidenten zu stellen, ungeachtet der Konsequenzen. Der Unmut mit Zuma innerhalb der Partei ist allerdings weit verbreitet.

Die Abstimmung ging schlecht aus für Zuma, obwohl er sie knapp überstand. Von den 400 Abgeordneten stimmten weniger als die Hälfte (198) gegen das Mistrauensvotum bzw. für Zuma, und 177 für das Misstrauensvotum und gegen Zuma. 9 Abgeordnete enthielten sich, und 16 waren abwesend. Das Ergebnis zeigt, dass Zuma trotz starker Einpeitschung seiner Getreuen an die Abgeordneten, bloss nicht mit der gehassten Opposition zu stimmen, viele ANC-Abgeordnete ihr Gewissen vor die Loyalität an Partei und Präsident stelten. Der ANC hat eine grosse absolute Mehrheit von 249 Abgeordneten (von 400), aber etwa ein Viertel bis ein Fünftel stehen nicht mehr hinter ihrem Präsidenten. Da es eine geheime Wahl war, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, wer gegen Zuma gestimmt hat, aber gegen einige, die bereits vorher ihre Abneigung gegen Zuma offenkundig gemacht hatten, wie Pravin Gordhan, Trevor Manuel und Makhozi Khoza, findet nun eine Hexenjagd statt. Gegen andere wird Verdacht gesäht.

Zuma wird noch regulär bis 2019 Präsident des Landes sein, wenn seine 2 Amtsperioden vorbei sind. Dezember diesen Jahres findet wieder die Wahl zum Vorsitzenden des ANC statt und Zuma hat angedeutet, das er nach 2 Amtsperioden als ANC-Vorsitzender abtreten will. Zur Zeit sind der Vize-Präsidenten Cyril Ramaphosa und Zuma’s Ex-Frau und ehemalige Aussen- Gesundheits- und Innenministerin Nkosazana Dlamini-Zuma die Favoriten. Ersterer gilt als vorsichtig Zuma-kritisch, letztere als loyal an Zuma und seine Clique. Wie Zuma ist sie auch Teil des Zuluvolkes, des grössten Volkes in Südafrika, was eine Rolle bei der Unterstützung spielt. Es besteht die Möglichkeit, das der neue ANC-Vorsitzende Zuma als Präsident des Landes zum Rücktritt zwingen kann, wie es mit seinem Vorgänger Thabo Mbeki der Fall war.

Südafrika: Wieder ein Wochenende des Schreckens.

Fast jedes Wochende gibt es in Südafrika Angriffe und Morde auf weisse Farmer. Das vergangene Wochenende war wieder besonders schlimm, mit 4 Todesopfern. Es geht auch in der Woche weiter. Die Opfer sind meistens alte, wehrlose Leute, die von Banden von 3 oder mehr Angreifern ueberfallen werden. Von Jahr zu Jahr wird das Morden mehr. Allein im August, der noch nicht einmal ganz vorbei ist, gag es 23 Farmangriffe mit 6 Toten. Seit Anfang des Jahres gab es schon 277 Angriffe mit 55 Toten. Die Regierung äuessert sich grundsätzlich nicht zu Morden auf Weisse, oder nur sehr indirekt und probiert dies dann zu relativieren. Die Polizei ist oft uneffektiv in der Bekämpfung der Gewalt.

Die kurzfristige Antwort ist, das so viel wie möglich Farmbewohner bei örtlichen, privaten Sicherheitsdiensten mitmachen. Die Organisation Afriforum koordiniert viele davon, ebenso die Farmerverbände. Das blinde Vertrauen auf den Staat und seine Sicherheitsstrukturen, oder die Überzeugung, das gute Verhältnisse mit den Farmarbeitern einen schützen, ist noch immer bei vielen Farmern verwurzelt.

Die langfristige Antwort ist die Konzentration von weissen Afrikanern in einem bestimmten geographischen Gebiet, und eigene Arbeit, so wie es in Orania getan wird. Orania hat auch seine eigenen Sicherheitsstrukturen und hilft auch bei der Bekämpfung von Kriminalität in Dörfern der Umgebung. Obwohl die Umgebung von Orania eine der sichersten in Südafrika ist, mit sehr geringer Bevölkerungsdichte und wenig Spannungen, muss man auch hier parat sein.

Orania: Taalweek (Afrikaanse Sprachenwoche)

Orania feiert am 14. August Taaldag, den Feiertag der Sprache Afrikaans. An diesem Tag im Jahr 1875 wurde die Genootskap van Regte Afrikaners (der Verein wahrer Afrikaaner) in Paarl gegründet mit dem Ziel, Afrikaans, was damals noch eine “Küchensprache” war, offiziel anzuerkennen und als vollwertige Sprache zu entwickeln. Die sogenannten Niederländer in Südafrika sprachen schon lange kein Niederländisch mehr und hatten auch kuturell kaum etwas mit dem Land ihrer Vorfahren zu tun. Die Entwicklung von Afrikaans führte zur vollständigen Vereinheimischung der Afrikaaner und zur noch stärkeren Identifikation mit Afrika als Heimat.

Orania feiert jährlich den 14. August als Tag von Afrikaans, aber dieses Jahr gab es eine ganze Taalweek (Sprachenwoche), wo jeden Tag Kunst und Kultur in Afrikaans präsentiert wurden. Es gab Filmvorführungen von alten und neuen Afrikaansen Filmen, Musikdarbietungen von klassischer und populärer Musik, Chor und individueller Gesang mit Gitarrenbegleitung, Volkstanzdarbietungen, Dichterlesungen, Theateraufführungen und Wettbewerbe.

Orania: zwei wichtige Besuche

Orania ist nicht nur in Kontakt mit seinen Freunden und Unterstützern, sondern auch mit Kritikern und potenziellen Gegnern. Die Orania Bewegung spielt dabei eine besondere Rolle. Vor kurzem gab es 2 wichtige Besuche in dieser Hinsicht.

Einer war vom Ministerium für Kunst und Kultur, welches „work shops“ anbietet zum Zweck des “nation building” und der besseren Zusammenarbeit unter Südafrikas Rassen und Völkern. Oranias Einwohner die den „work shop“ beiwohnten, konnten sich und ihre Gemeinschaft präsentieren als gute Gastgeber und als interessierte und gebildete Gesprächspartner. Oranias Haltung wurde deutlich als die Delegation des Ministeriums die Nationalhymne Südafrikas (Nkosi Sikele iAfrika) und das Lied der Afrikanischen Union spielte und sang. Die Oranier standen aus Respekt auf, sangen aber nicht mit, da sie sich damit nicht identifizieren konnten. Die Standpunkte Orania’s, das Südafrika und Afrika in erster Linie aus Völkern, Stämmen und Gemeinschaften besteht und das “nation building” viel von deren Kultur und Einzigartigkeit zerstört und Konflikt geschaffen hat, konnte herübergebracht werden. Auch in der anschliessenden Diskussion konnte Orania seine Sichtweise gut mitteilen und Respekt und Verständnis von den Abgesanten des Ministerium bekommen.

Ein etwas schwierigerer Besuch war der von einer Delegation des sozialistischen Gewerkschaftsverbundes COSATU (Congress of South African Trade Unions), der traditionell eng mit dem ANC verbunden ist. COSATU in der Provinz Nord-Kap hatte, nach Berichten in den Medien das Orania eine eigene elektronische Währung einführen will, aggressiv reagiert und dies als Angriff auf Südafrikas Souveränität kritisiert. Die Orania Bewegung reagierte prompt und lud eine Delegation unter Führung des Vorsitzenden der Provinz zu einem klärenden Gespräch nach Orania ein. Die Orania Bewegung Delegation unter Leitung von Carel Boshoff wies darauf hin, das der Ora der lokalen Wirtschaft helfe und keine eigene Währung, sondern lediglich ein lokales Bezahlungsmittel sei, das in Orania viel zur Armutsbekämpfung getan würde und das Orania eine kulturell definierte, selbständige Gemeinschaft sei die in jeder Hinsicht aufbauend ist und gerne mit Gemeinschaften die ein ähnliches Streben haben, zusammenarbeiten wolle. COSATU zeigte sich zufrieden und sogar beeindruckt und ging mit einem viel positiveren Bild von Orania weg, obwohl wesentliche ideologische Unterschiede natürlich bestehen bleiben.

 

Rückblick Südafrika 2017 – Südafrika brennt weiter.

Deutscher Infobrief der Orania Bewegung.

Mei/Junie 2017

Algemein: Gewalt und Zerstörung in Nordwest

Im Mai gab es Rassenunruhen im Ort Coligny in der Provinz Nordwest. Der Auslöser war ein schwarzer Junge, der von Farmern beim stehlen gefangen wurde. Als sie ihn zur Polizeiwache fuhren, sprang er vom fahrenden Pritschenwagen und starb dabei. Das Gerücht verbreitete sich schnell, er sei von den Farmern getötet worden und im Nu waren aufgebrachte Massen im Dorf und zündeten Häuser und Geschäfte von Afrikaanern (Buren) an, ohne das diese irgendetwas mit dem Vorfall zu tun hatten. Der Ministerpräsident der Provinz Nordwest, Supra Mahumapelo, goss weiter Ӧl auf die Flammen, indem er den Unfall als rassistischen Mord beschrieb (“der Junge starb in den Händen von Afrikaanern”).

Vorfälle wie in Coligny kommen immer häufiger vor. Wenn es irgendwo Fälle gibt, wo Schwarzen etwas zustösst, ist sehr schnell ein Gerücht im Umlauf, dies hätte mit “Rassismus” zu tun, was allerdings sehr selten der Fall ist . Dann rottet sich schnell eine Menge zusammen und plündert und zerstört, oft noch angefeuert von Politikern. Wenn dagegen Farmer angegriffen oder ermordet werden, was leider fast täglich passiert, meldet sich kein ANC-Politiker zu Wort. Da der ANC in einer schweren politschen Krise ist und pro- Zuma und anti-Zuma Gruppen sich gegensetig bekämpfen, muss der weisse Sündenbock immer wieder herhalten, die Risse zu kitten und die “Befreiungsmission” des ANC in Erinnerung zu rufen. In so gut wie allen Orten Südafrikas stellen Afrikaaner kaum mehr, und oft weniger als 10% der Bevölkerung und wohnen weit auseinander und können sich daher nicht wehren. Es fehlen auch Strukturen zur Selbstverteidigung, obwohl die Organisation Afriforum dieses Problem anzusprechen versucht.
Der Vorsitzende der Orania Bewegung, Jaco Kleynhans, rief die Afrikaner dazu auf, sich in bestimmten Gebieten zu konzentrieren. Vor allem die Karoo, und gerade Orania bieten sich dafür an. Das das ist natürlich ein langer Prozess, aber Afrikaner müssen dafür planen, denn ihre Situation in Südafrika, gerade in den nördlichen Provinzen, verschlechtert sich immer mehr. Ohne eine Konzentration und den Aufbau eigener, selfbständiger Strukturen sind Afrikaaner dauerhaft an Gewalt und Diskriminierung ausgeliefert.

Himmelfahrtstag und Bittereindertag, 27 Mai und 31 Mai

Am 27. Mai wurde in Orania Christi Himmelfahrt gedacht, und in der folgenden Woche das Pfingstfest. Im sekulären Südafrika ist Himmelfahrt kein amtlicher Feiertag mehr, aber in Orania sehr wohl. Die meisten Geschäfte sind geschlossen uns es findet ein spezieller Himmelfahrtsgottesdienst statt. Teil von Orania’s lokaler Autonomie ist es auch, seine eigenen Feiertage zu haben und als Gemeinschaft diese zu begehen.
Ein paar Tage später war der “Bittereindertag”, diesmal ein geschichtlicher Gedenktag. Am 31. Mai 1902 streckten die letzten Burischen Widerstandskämpfer (Bittereinder-die zum bitteren Ende Kämpfenden) die Waffen und wurde der Diktat-Friedensvertrag von Vereeniging unterschrieben. Die Unabhängigkeit der Burenrepubliken Transvaal und Oranje-Freistaat war damit beendet. Die Bittereinder waren militärisch unbesiegt, aber konnten nicht länger das Leiden und Sterben der Frauen und Kinder in den Konzentraionslagern der Britten erdulden und wurden somit zur Aufgabe gezwungen. Am 31. Mai ereigneten sich noch andere wichtige Meilensteine der Südafrikanischen Geschichte: 1910 wurde die Union von Südafrika gegruendet, 1928 gab es eine eigene Südafrikansiche Flagge und Nationalhymne (die Stem) und 1961 wurde die Republik gegründet.
In Orania werden am 31. Mai traditionell das ehemalige Konzentrationslager Oranjerivier mit dem Friedhof besucht, wo zahlreiche Frauen und Kinder begraben sind. Dort wird die Geschichte auf beeindruckende Weise erzählt, das Museum besucht und Blumen auf die Gräber gelegt.
Dieses Jahr kam dazu noch ein weiteres Ereignis. Ein historischer Ochsenwagen wurde von Einwohnern über 5 Kilometer bis zu einem Naturreservat gezogen, wo eine Ferienanlage (Adam se Uitspanning) angelegt wird. Jung und Alt haben mitgemacht. Der Wagen kommt zu 6 anderen die bereits dort stehen und wo Oranier und Besucher in Ochsenwagen übernachten und ein Gefühl des damaligen Pioniersleben haben können. Dort angekommen, gab es selbstgebrautes Bier und Bauernbrot und ein geselliges Zusammensein. Sobald “Adam se Uitspanning” fertig ist, wird eine weitere, einzigartige Touristensehenswürdigkeit zu Oranias Angebot hinzugefügt werden.

Afriforum Filiale in Orania gegründet

Afriforum ist eine Organisation, die in Südafrika dort auftritt, wo der Staat und staatliche und lokale Strukturen sich zurückziehen bzw verfallen. Seine Mitglieder sind hauptsächlich Afrikaaner (Buren), die etwas zur Verbesserung ihrer Gemeinschaften beitragen wollen und Strukturen errichten und betreiben, um zum Beispiel Sicherheit, Armutsbekämpfung, Infrastruktur und Unterricht durch private Initiative zu gewährleisten. Es ist bereits eine grosse Organisation und in fast jeder Gemeinde aktiv.
Orania hat eine gut funktionerende Gemeindeverwaltung und funktionierende Infrastruktur, will aber Teil des Afriforum-Netzwerkes sein. Daher ist eine Filiale vor kurzem in Orania gegründet worden. Auf dem Gebiet Sicherheit kann Orania viel von Afriforum, was zahlreiche Kenner in seinen Kreisen hat, lernen. Orania ist zwar ein sicherer Ort, aber Paratheit ist wichtig und Afriforum hilft mit der Verbesserung der Sicherheitsstrukturen. Auch in der Hinsicht von Gerichtsverhandlungen hat Afriforum schon viel für seine Mitglieder getan.

Dawie Roodt und der elektronische Ora

Orania ist bekannt für seine Bewahrung der Kultur und des Eigenen, aber auch für innovatives Denken und die Anwendung von neuester Technologie. Das jüngste Beispiel ist der elektronische Ora, den die Orania Handelskammer plant, in Kooperation mit dem bekannten Ӧkonom Dawie Roodt. Dawie Roodt und ein weiterer Ӧkonom, Piet Le Roux, haben bei einer Veranstaltung der Orania Industrie- und Handelskammer über diese Möglichkeit gesprochen, vor allem vor dem Hintergrund der schrumpfenden und verfallenden Südafrikanischen Wirtschaft.

Der e-Ora ist die elektronische Version der lokalen Währung Ora, die in Orania parallel mit dem Südafrikanischen Rand benutzt wird. Der Ora hat den Zweck, die lokale Wirtschaft zu unterstützen und wird bisher nur als Papiergeld benutzt. Technologisch ist es möglich, mit einer Anwendung (app) nun auch Oras elektronisch von Handy zu Handy zu überweisen und auf diese Weise Banken als Mittler, und auch Bankkosten, zu vermeiden.