Spezieller Infobrief der Orania Bewegung. März 2018

Liebe Freunde,

wegen dramatischer Ereignisse in Suedafrika, was bereits im letzten Newsletter angedeutet wurde, hier mehr dazu als spezieller Newsletter

Enteignung ohne Entschädigung in Südafrika

Der mit viel Lob bedachte neue Präsident des African National Congress (ANC) und Südafrikas, Cyril Ramaphosa, von dem wirtschaftliche Reformen und eine Bekämpfung der Korruption und ausufernden Kriminalität erwartet wurden, wird nun in die Geschichte eingehen als der Präsident, der Südafrika vernichtet hat nach dem Vorbild von Zimbabwe.

Ramaphosa kündigte kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten des ANC an, das er sich zum Prinzip von “Enteignung von Grund und Boden ohne Entschädigung” bekenne, was seine Partei auf ihrem letzten Kongress beschlossen hatte. Er bestätigte dies auch wieder kurz nachdem er Präsident des Landes geworden war. Sollte irgendwer noch Zweifel haben, das Ramaphosa und der ANC es erst meinten, so wurde der letze Zweifel aus dem Weg geräumt, als am 27. Februar der ANC und ander kleinere Parteien einen Antrag der linksextremen und vom ANC abgespaltenen Economic Freedom Fighters (EFF) unterstützen, Grund und Boden entschädigungslos zu enteignen, da dieser “von weissen, kolonialen Siedlern den Schwarzen gestohlen” sei und dem Staat gehöre, der dies zu besitzen und zu verwalten habe. Dafür müsste Artikel 25 des Grundgesetzes geändert werden, wofür mit ANC, EFF und kleineren Schwarz-nationalistischen Parteien mehr als genug Stimmen für die 2/3 Mehrheit zusammenkommen. Nur die Democratic Alliance (DA), Freedom Front (FF), African Christian Democratic Party (ACDP) und Congress of the People (COPE) stimmten gegen den Antrag.

Die Regierung und Julius Malema, Chef der EFF, probieren nun zu beschwichtigen und sagen, der Prozess solle ordentlich verlaufen, niemanden benachteiligen und für alle Südafrikaner von Vorteil sein. Es solle Wirtschaft und landwirtschaftliche Produktion nicht benachteiligen und nichts überstürzt werden, sondern mit ausreichend Konsultationen bis Ende August, wenn das Grundgesetz geändert werden soll, stattfinden. Jede Kritik wurde als irrationeller Alarmismus abgekanzelt. Wie man angesichts entschädigungsloser Enteignung ruhig bleiben soll, und wie dies nicht Wirtschaft und Kostproduktion benachteiligen soll, weiss wohl nicht mal Malema selber. Es scheint, das Südafrika nichts, aber auch gar nichts aus Zimbabwe oder anderen kommunistischen Experimenten gelernt hat. Es drängt sich der Verdacht auf, das es nicht darum geht, landlosen Schwarzen Boden zu verschaffen, sondern darum, die weissen Farmer zu vertreiben und alles Eigentum in Staatsbesitz zu überführen, da selbständige Unternehmer ein Dorn im Auge eines Staates sind, der Macht und Besitz in seinen Händen konzentrieren will. Das Narrativ des “weissen Bodendiebstahls seit Jan van Riebeek” wird vorgeschoben, damit der Staat den Boden enteignen kann. Wie in Zimbabwe gesehen, bekommen die armen Kleinbauern, für die sich die Regierung angeblich einsetzt, nichts davon, im Gegenteil, sie verlieren auch noch ihre Arbeit wenn die weissen Farmer enteignet werden.

Bisher galt das System des freien Marktes von gewilligem Käufer und gewilligem Verkäufer. Der Staat hat schon etliche Farmen gekauft und besitzt bereits ein Drittel von Südafrikas Grund und Boden sowie alle Rechte auf Mineralien und Wasser, aber nur sehr wenige Farmen sind an schwarze Eigentümer übertragen worden, sondern bleiben einfach im Staatsbesitz. Die wenigsten Schwarzen wollen Farmer sein und Südafrika ist dabei, rasant zu verstädtern. Wenn Schwarze Nutzniesser von Farmankäufen die Wahl zwischen Geld oder Boden haben, wird fast immer Geld gewählt und selbst dort, wo die Farmen übertragen worden sind, verfallen diese und werden dann oft wieder an weisse Farmer verkauft, die von vorne anfangen.

Es geht hier allerdings nur vordergründig um Farmen, sondern vielmehr um Eigentum insgesammt. Wenn Artikel 25 des Grundgesetzes geändert wird, ist die Tür offen das alles, wie in kommunistischen Ländern, dem Staat gehört und nur noch gepachtet werden kann. Das ist die Version des EFF und auch im ANC sehen viele das als Ziel an. Südafrika braucht dringend Investitionen, sowohl aus In- und Ausland, und ohne Eigentumsicherheit werden auch die letzten Investoren sich zurückziehen. Was das für die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit von um die 30% bedeutet, dürfte klar sein. Aber selbst wenn es “nur” die weissen Farmer betreffen würde, dann können grosse Teile des ländlichen Raumes dichtmachen, wo direkt und indirekt alles an der Landwirtschaft hängt.

Die Regierung hat bis zum 30. August 2018 Zeit gegeben für Beratungen mit allen Interessenten. Alles muss nun getan werden, um diesen Wahnsinn zu verhindern oder wenigstens abzumildern. Der ANC hält sich für unfehlbar und sieht sich gerade im Ausland als der strahlende und von allen bewunderte Held, der die Schwarzen befreit hat. Bisher hat Europa wenig getan, diese Illusion zu zerstören. Zuma wurde kritisch gesehen, aber Ramaphosa wurde wieder als “Erbe Mandelas” gehuldigt. Proteste vor der Südafrikansichen Botschaft, Briefe an Südafrikanische Regierungsinstanzen, Beschwerden an die Botschaften Südafrikas seitens Regierungen und Firmen die in Südafrika involviert sind können helfen, die Südafrikanische Regierung zur Vernunft zu bringen und von ihrem gefährlichen Kurs abzubringen. Europa hat viele wirtschaftliche Interessen und wird auch bedroht von Enteignungen. Noch ein Afrika-Land das in Chaos verfällt und noch eine Minderheit, die ihres Eigentums beraubt wird, weil sie die Sündenböcke für alles sind, kann niemand haben wollen. Helfen Sie uns bitte.

Hier der Antrag des EFF, mit Änderungen des ANC wie am 27. Februar 2018 im Südafrikansichen Parlament gestellt (in Englisch):

The original motion:
Draft resolution (Mr JS Malema): That the House —
notes that South Africa has a unique history of brutal dispossession of land from black people by the settler colonial white minority;
further notes that land dispossession left an indelible mark on the social, political and economic landscape of the country, and has helped design a society based on exploitation of black people and sustenance of white domination;
acknowledges that the African majority was only confined to 13% of the land in South Africa while whites owned 87% at the end of the apartheid regime in 1994;
further acknowledges that the current land reform programme has been fraught with difficulties since its inception in 1994, and that the pace of land reform has been slow with only 8% of the land transferred back to black people since 1994, and that the recent land audit claims that black people own less than 2% of rural land, and less than 7% of urban land;
recognises that at the centre of the present crisis regarding the resolution of the land question is section 25 of the Constitution, the „property clause“, which protects private property rights, and requires of the State to pay compensation when expropriating land in the public interest and for a public purpose further recognises that this property clause makes it practically impossible for those dispossessed of their land to get justice for injustices perpetrated against them;
acknowledges that in his State of the Nation Address, President Ramaphosa made a commitment that government will embark on a radical land reform programme that entails expropriation of land without compensation;
further acknowledges that any amendment to the Constitution to allow for land expropriation without compensation must go through a parliamentary process as parliament is the only institution that can amend the constitution.
establishes an ad hoc committee, in terms of Rule 253 (l)(a), the committee to:
– Review and amend section 25 of the Constitution to make it possible for the state to expropriate land in the public interest without compensation;
– Conduct public hearings to get the views of ordinary South Africans, policy makers, civil society organisations and academics, about the necessity of, and mechanisms for expropriating land without compensation;
– Propose the necessary constitutional amendments with regards to the kind of future land tenure regime needed, and to the necessity of the State being a custodian of all South African land,
– consist of 11 members, as follows: ANC 6, DA 2, EFF 1, and other parties 2;
– exercise those powers in Rule 167 that may assist it in carrying out its task; and
– Report back to the National Assembly by no later than 11 May 2018.

The amendment moved by ANC and agreed to by the EFF:
Amendments to be moved by the ANC to the motion by Mr J S Malema
1. That paragraph 6 of the motion be amended as follows:
„Recognises that the current policy instruments, including the willing buyer willing seller policy, and other provisions of section 25 of the Constitution may be hindering effective land reform.“
2. Delete paragraph 7 of the motion as printed on the Order Paper.
3. Substitute paragraph 8 of the motion with the following:
„notes that in his State of the Nation Address , President Cyril Ramaphosa, in recognizing the original sin of land dispossession, made a commitment that Government would continue the land reform programme that entails expropriation of land without compensation, making use of all mechanisms at the disposal of the State, implemented in a manner that increases agricultural production, improves food security and ensures that the land is returned to those from whom it was taken under colonialism and apartheid and undertake a process of consultation to determine the modalities of the governing party resolution.“
4. Amend paragraph 10 as follows:
„with the concurrence of the NCOP instructs the Constitutional Review Committee to
a. review section 25 of the Constitution and other clauses where necessary
b. after the word „amendments“ to insert „where applicable“ and delete all the words after „needed“.
c. delete sub-paragraphs (c) and (d)
d. amend the date for reporting to the Assembly to „30 August 2018″.“

Malema 3

Julius Malema

Bitte unterstützen Sie die Orania-Bewegung und die Afrikaner-Gemeinschaft von Orania

Dank unserer Mitglieder in Südafrika und Übersee haben Orania und die Orania-Bewegung viel zur praktischen Selbstbestimmung beigetragen. Die Orania-Bewegung fördert das Ideal einer Heimat für Afrikaaner durch Selbständigkeit, Eigenarbeit, Bewahrung unserer Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise.

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Südafrika: Cyril Ramaphosa wird neuer Präsident

Schneller als erwartet drängte der im Dezember neugewählte Präsident des ANC, Cyril Ramaphosa, Amtsinhaber Jacob Zuma aus dem Amt des Präsidenten des Landes. Zuma hätte regulär noch bis 2019 Präsident sein können, aber nach immer mehr Korruptionsanklagen und auch schwacher Führung war er nicht mehr tragbar. Es ging erst vordergründig um die Ehre, wer die prestigeträchtige “State of the Nation Address” zur Parlamentseröffnung halten würde. Ramaphosa wollte nun die ganze Macht und gleich mit dem richtigen Auftakt beginnen.

Etwa eine Woche wurde zwischen Zuma und Ramaphosa hinter verschlossenen Türen über die Zukunft des noch-Präsidenten verhandelt. Zuma war bereit, Mitte des Jahres abzutreten, wahrscheinlich um seine Macht und Immunität zu nutzen, um so viel wie möglich seiner Schafe ins Trockene zu bringen, aber das Exekutivkommitee des ANC hatte dafür keine Geduld mehr und forderte seinen sofortigen Rücktritt. Zuma weigerte sich erst und spielte die verfolgte Unschuld und sagte, er wisse nicht, was man ihm vorwerfen würde und was er falsch gemacht habe. Ramaphosa war bereit, es auf ein Misstrauensvotum im Parlament ankommen zu lassen, was eine grosse Demütigung für Zuma geworden wäre (mit grossen Teilen des ANC’s, nun auch der Parteiführung und der gesammten Opposistion gegen ihn, gab es keine Möglichkeit, ein Misstrauensvotum zu überleben) und Zuma gab dann einen Tag vorher klein bei und trat zurück. Ramaphosa wurde stracks zum Präsidenten gewählt und bekam erstmal von den Medien und sonstigen Meinungsformern kräftig Vorschusslorbeeren.

Die Hatz auf Zuma und seine korrupte Seilschaft, seine Familie und vor allem die Indische Gupta-Familie, ging sofort los. Ob es um die Bekämpfung der Korruption geht oder um das loswerden von Feinden sei dahingestellt, jedenfalls ging erstmal ein Aufatmen durchs Land. Ein frischer Wind fegte den Mehltau unter Zuma hinweg, so mutete es an. Natürlich kann ein Filz, der sich über Jahrzehnte gebildet hat (und der auch schon lange vor Zuma anfing), nicht im Handstreich beseitigt werden, und auch Ramaphosa muss klug taktieren, um nicht die falschen zu treffen, die er noch braucht. Kurz nach der Machtübernahme bildete Ramaphosa Zumas Kabinett um und brachte ein paar fähige, aber für Zuma zu unabhängig agierende Minister wie Pravin Gordhan, Nhlanhla Nene und Trevor Manuel zurück, aber musste auch Zuma-Lojalisten behalten, um keinen Aufstand zu provozieren, zum Beispiel David Mabuza, der zum Vize-Präsidenten ernannt wurde, was einige Verwunderung und Sorge hervorrief.

Ein Schreck kurz nach der Machtübernahme, vor allem für die Weisse Minderheit, war die Ankündigung Ramaphosas, die entschädigungslose Enteignung von Grund und Boden Teil seiner Politik zu machen, wie es die Partei gefordert hatte. Zwar wurde dieser Schock etwas abgemildert mit Rhetorik das dies ordentlich und immer mit Rücksicht auf die Wirtschaft (also nicht a la Zimbabwe) geschehen sollte, aber für die ohnehin verunsicherten Farmer und Investoren war es nicht das, was sie höhren wollten.

Aus Sicht der Leistungsträger ist ein Präsident, der sich persönlich bereichert und sonst wenig macht sogar besser als einer, der konsequent sozialistische Politik ausführt. Erstmal folgten die meisten Südafrikaner, auch die Weissen, den Lobpreisungen auf Ramaphosa. Es wird oft erwähnt, das Ramaphosa ein erfolgreicher Geschäftsmann ist, aber vergessen, das er seinen Reichtum vor allem der vollen Ausnutzung seiner Kontakte und der Politik des “Black Economic Empowerment” verdankt, und das seine Macht und sein Emporkommen aus dem sozialistischen Gewerkschafts-Dachverband Cosatu herrührt.

Vor Kurzem (am 28. Februar) schockte der ANC das Land, vor all
em die Weissen, als die Partei den Antrag der kommunistischen Economic Freedom Fighters (EFF), Grund und Boden ohne Entschädigung zu enteignen, da dieser gestohlen sei und dafür das Grundgesetzt zu ändern, mittrug. Der Weg zu einem Zimbabwe-Scenario scheint nun offen zu sein. Mehr dazu im nächsten Newsletter.
Mehr zum Thema auf Oraniablog (in Afrikaans): http://www.oraniablog.co.za/moet-op-prinse-nie-vertrou-nie/

Ramaphosa

Cyril Ramaphosa

Orania: Die Gemeinschaft ist selbst verantwortlich für ihre Sicherheit

Mit den erschreckend häufigen Morden und Angriffen, vor allem auf Farmer, wird es zunehmend die Verantwortlichkeit der Gemeinschaften, ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen. Letze Woche kamen verschiedene Interessengruppen, darunter Orania Sicherheitsdienste, Afriforum und andere private Sicherheitsdienste, die südafrikanische Polizei und anti-Wildereiorganisationen in Orania zusammen, um selbst die Verantwortung für die Sicherheit in der oberen Karoo zu übernehmen. Dieses findet statt unter der Schirmherrschaft von Projekt Nehemia und wird koordiniert von dem bekannten General Roland de Vries.

Informations- und operationelle Gruppen arbeiten zusammen um Kriminalitätsherde zu identifizieren. Eine Gemeinschafts-Sicherheitseinheit wurde gegründet, um die Gemeinschaft zu ermächtigen und zu befähigen, um bei der Bekämpfung von Kriminalität zu helfen. Farmpatroullien und Nachbarschaftswachen sind Teil dieser Ermächtigung, und durch gute Kommunikationsnetzwerke, Befehls- und Kontrollstrukturen wird Kriminalität bekämpft. Alle Organisationen sind legitim, registriert und professionell. Es gibt auch gute Kooperation mit der südafrikansichen Polizei.

Die Orania Sicherheitsdienste (OVD) haben vor kurzem ihre Kommunikationskapazität stark ausgebreitet mit der Errichtung eines neuen 26 Meter hohen Radiomasten, der Teil von der Festigung von Afriforums Sicherheitsinfrastruktur für die südliche Landeshälfte in Orania ist. Weitere Entwicklungen werden folgen. Kommunikation in der weiteren Umgebung wird durch diesen Radiosender sehr verbessert.

OVD

General Roland de Vries (ganz links, stehend) und sein Team

Radio Orania schreitet voran

Radio Orania ist im April diesen Jahres 10 Jahre lang aus Sendung – eine lange Zeit wenn man bedenkt, das die Radiostation nur von Freiwilligen getragen wird. Kein Unwetter hält die Freiwilligen davon ab, ihren Beitrag zu machen, so das die Gemeinschaft durch das Radio Nachrichten, aktuelle Themen, Gottesdienst-, Literatur-, Wissenschafts-, Musik-, Diskussions- und Entspannungsprogramme erhält.

Am Anfang des Jahres ist Annatjie Joubert als neue Radiomanagerin angestellt worden. Wir wünschen Annatjie allen Erfolg und bedanken uns bei ihrer Vorgängerin Hester van Zyl für die hervorragende und aufopferungsvolle Arbeit, sowie bei allen Freiwilligen, die Radio Orania weiterhin fortbestehen lassen. Zwar ist Radio Orania nur eine lokale Station mit einer Reichweite von 50 Kilometern, aber Unterstützer können auf der Facebookseite Radio Orania unterstützen und folgen.

Radio Orania

Orania veranstaltet Rugbytour nach Amerika

Die Bo-Karoo Gazellen planen eine Rugbytour für ein gekombiniertes unter 18 7er Rugbyteam nach Dallas/Texas in den Vereinigten Staaten von Amerika für einen internationalen Wettkampf von 7er Rugbyteams. Die Tour findet statt unter der Schirmherrschaft der Bo-Karoo Sportföderation, einer Initiative aus Orania und Teil des Ausbildungskampusses im Werden, um für junge Leute Teilnahme an nationalen und internationalen Sportereignissen zu ermöglichen.

Sport und gerade Rugby hat in Südafrika schon immer einen hohen Stellenwert und Sportwettbewerbe bieten Orania-Kindern die Gelegenheit, sich zu messen und ihre Gemeinschaft mit Selbstvertrauen zu repräsentieren. Sport kann auch eine Laufbahn werden und zahlreiche junge Südafrikanische Sportler haben durch Teilnahme an solchen Wettbewerben in den USA ein Stipendium einer Amerikanischen Universität bekommen.

Der Wettbewerb in Dallas findet vom 25. Juni bis 3. Juli statt und ausser Rugby gibt es auch verschiedene Ausflüge um Texas besser kennenzulernen. Wir sind den Sponsoren, die diese Erfahrung für unsere Orania-Jugend ermöglichen, dankbar.

Bo-Karoo sport

Volkstaat-Gründer feiert seine Gnadenhochzeit

Der nach prof. Carel Boshoff wohl wichtigste Begründer der Afrikaaner-Vollkstaatidee, dr. Chris Jooste und seine Frau Marianne haben vor kurzem ihre Gnadenhochzeit (70 Jahre verheiratet) gefeiert. Ihre Hochzeit war am 24. Januar 1948 (als noch General Jan Smuts Premierminister war!). Das Ehepaar hat 7 Kinder, 21 Enkel und 6 Urenkel.

Dr. Jooste war viele Jahre Vorsitzender des intellektuelen “think tanks” SABRA (Südafrikanisches Büro für Rassen-Angelegenheiten) und einer der Vordenker des Konzepts eines selbständigen Afrikaanerstaates in der Westhälfte des Landes. Er war auch Gründungsmitglied der Afrikaaner-Vryheidstigting (AVSTIG). Während prof. Boshoff derjenige war, der im Vorgrund stand und überzeugen konnte und der die politische Leitung nahm, war dr. Jooste der Wissenschaftler im Hintergrund, der Grundgesetze, Reporte und Bücher schrieb und Karten entwarf. Es ist Personen wie ihm, mit einer langfristigen Perspektive, zu verdanken das Orania auf ein starkes Fundament aufgebaut ist. Er und seine Frau lebten auch einige Jahre in Orania, mussten aber vor ein paar Jahren aus Gesundheitsgründen in ein Altersheim in Stellenbosch, in der Nähe ihrer Kinder, ziehen.

dr. Jooste

Dr. Chris und Marianne Jooste

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Südafrika: Konflikt und Gewalt um Unterricht

Afrikaans ist der Regierung schon lange ein Dorn im Auge, denn es steht im Weg eines zentralisierten, Englischsprachigen, ideologischen Staates. Muttersprachlicher Unterricht hat sich immer wieder als erfolgreich bewiesen, und Afrikaanse Schulen sind die besten im Land und liefern jährlich die höchsten Abiturnoten und die besten Abiturienten. Südafrika hat offiziell 9 Amtssprachen, aber in der Praxis wird Englisch zur einzigen Sprache. Das fadenscheinige Argument der Regierung und ihrer Instanzen ist immer, das Afrikaans zu Separierung fuhrt, und das Englisch alle Rassen und Völker vereinigt. Deswegen muss alles Afrikaans in der Öffentlichkeit vernichtet werden.

Ende letzten Jahrer erlitt Afrikaans eine herbe Niederlage, als das Verfassungsgericht beschloss, das die Universität von Bloemfontein, traditionell Afrikaans und seit vielen Jahren Englisch- und Afrikaanssprachig, Afrikaans ganz abschaffen muss. Dieser Schritt wurde von der Universitätsleitung schon vorher im vorauseilenden Gehorsam vorgeschlagen, wogegen die Afrikaner-Bürgerrechteorgansiation Afriforum klagte, weil so etliche Afrikaanssprachige Studenten von ihrem konstitutionellen Recht auf tertiären Unterricht in ihrer Muttersprache entnommen werden. Das Gericht folgte dem Argument, das angebliche Integration durch Englisch wichtiger sei als das Recht auf die eigene Sprache.

Auch auf sekondärer Ebene, wo die Schulen, anders als die Universitäten, eine Teilautonomie haben, probiert der Staat immer stärker, Afrikaanse Schulen zu zwingen, Englisch u werden. Eine Taktik dabei ist, schwarze Schüler in Afrikaanse Schulen einzuschreiben, selbst wenn es in unmittelbarer Nähe Englischsprachige Schulen gibt, um die Schulen so zu zwingen, für ein paar Schüler zweisprachig und dann Englisch zu werden. Wenn die Schulen sich weigern (oft wegen Überfuellung, da Afrikaanse Schulen immer weniger werden und deshalb Afrikaanse Kinder von anderen Orten dorthin kommen), wird die übliche Apartheid/Rassismus-Keule geschwungen.

Im Fall der Höheren Schule Overvaal in Vereeniging (Gauteng) hatte der aktivistische Kultusminister Panyaza Lesufi das oberste Gericht in Pretoria angerufen, um die Schule zu zwingen, 55 Englischsprachige Schüler aufzunehmen. Das Gericht entschied ausnahmsweise zu Gunsten der Schule, und gleich darauf wurde der Streit mit Gewalt fortgeführt: radikale Schwarze demonstrierten vor der Schule und schüchterten Kinder und Eltern ein und mussten von der Polizei gestoppt werden, als sie die Schule demolieren wollten. Inzwischen gab es Gespräche von Repräsentanten der Schule mit der nationalen Unterrichtsministerin Angie Motsheka, die die Situation beruhigen sollen. Motsheka hat Demonstrationen verboten, aber ohne Erfolg. Die Lage eskaliert weiter, mit über 1000 Demonstranten (am 25. Januar) von den ublichen radikalen Organisationen und Parteien, die die Schule, die zeitweise geschlossen werden muss, vernichten wollen.

Das Südafrikanische Unterrichtssystem ist erwiesenermassen schlecht, aber statt die Energie für Verbesserungen anzuwenden, wird das, was noch funktioniert, wie die Afrikaansen Schulen (die keinesfalls exklusiv weiss sind), angegriffen. Gleichheit auf der untersten Ebene durch Vernichtung dessen, was funktioniert, ist für linksradikale Organisationen das Ziel, nicht Verbesserung der Umstände.

Video zu den Prosten bei der Overvaal Schule in Vereeniging:
https://www.youtube.com/watch?v=88evEPbzkUc

Overvaal

Orania: Volk-staatbetoog von Carel Boshoff

Jedes Jahr Anfang Januar schreibt Carel Boshoff, Präsident der Orania Bewegung, den “Volk-Staat-betoog” (Argumentation für den Volkstaat), gerichtet an Meinungsformer unter Afrikaanern. Der “Volk-staat betoog” ist eine tiefgehende Analyse der Ereignisse des abgelaufenen Jahres im Hinblick auf die Afrikaner und Orania, und was die Zukunft an Herausforderungen und Gelegenheiten bietet.

2018 ist auch das Jahr in dem die Orania Bewegung 30 Jahre alt wird (1988 gegründet als Afrikaner- Vryheidstigting) und Boshoff verwies auf die damaligen Ereignisse, Debatten und Pläne. Die Erwartungen seitens der Afrikaner-Vryheidstigting waren damals, das ein Afrikanerstaat oder outonomes Gebiet mit der Regierung der Nationalen Partei, und danach mit dem ANC durch Verhandlungen erreicht werden kann. Andererseits war territoriale Selbstbestimmung damals ein Gedanke, der wenig Ünterstuetzung fand und als obsolet galt, auch unter Afrikaanern (Buren), die stattdessen ihre Hoffnungen auf individuelle Rechte des neuen Grundgesetzes setzten.

30 Jahre später ist die Situation fast umgekehrt: ein territoriales Gebiet für Afrikaaner auf dem Verhandlungsweg scheint weit weg, andererseits sind viele Afrikaaner enttäuscht von der politischen Entwicklung und haben ihr Vertrauen in das Grundgesetz und die Regierung verloren und sehen Selbstbestimmung, Selbständigkeit, eigene Institutionen, Lokalismus und demographische Konzentration als Lösungen an. International ist auch eine Verschiebung merkbar: nach über 20 Jahren von schwarzer Regierung ist der blinde Glaube an “das neue Südafrika für alle” herber Enttäuschung mit den Realitäten von Korruption, Gewaltkriminalität, Diskriminierung gegen Minderheiten, Machtzentralisierung, schlechter Wirtschaft und schlechter Politik gewichen. Das, wofür Orania steht, wird mittlerweile immer mehr als erstrebenswert und praktisch ausführbar angesehen.

Die Politik der Regierung, vor allem gegenüber den Afrikaanern als kleiner Minderheit, wird sich auch unter einem Präsidenten Cyril Ramaphosa nicht wesentlich ändern und Gerichtsurteile in letzter Zeit haben auch bewiesen, das die Gerichte nicht die Rechte der Afrikaaner-Minderheit, etwa auf Afrikaanssprachigen Unterricht gegenüber der herrschendden Ideologie von “Nation building in English” durchsetzen.

Aber die Realität ist auch, das der Staat immer mehr verfällt und Gemeinschaften welcher Art und Zusammenstellung auch immer ihre eigenen Enklaven schaffen und weitgehend für sich selbst sorgen. Dieses Spektrum von Enklaven, das auch der bekannte Analyst Frans Cronje vom libralen Institute of Race Relations als Zukunftsszenario sieht, erstreckt sich von sogenannten städtischen “Lebenstil-Gemeinschaften” wie Golf Estates und Privat-Wohngebieten über traditionelle Stammesgebiete bis hin zu selbständigen Kulturgemeinschaften wie Orania. Gerade in der Provinz Nordkap gibt es meherer traditionelle Gemeinschaften, mit denen Orania bereits Kontakte hat. Um Orania’s Rolle und Anerkennung der Selbstbestimmung in der Provinz Nordkap, in Südafrika und auch international zu verstärken ist eines der Ziele der Orania Bewegung für 2018.

Der jährliche “volk-staat betoog” findet auch seinen Wiederhall in den Medien, mit einem Interview von Boshoff im Radio und Artikeln in Zeitungen.

Volk-staat betoog (in Afrikaans) hier: http://www.oraniablog.co.za/die-orania-beweging-se-volk-staatbetoog-vir-2018-n-ope-brief-aan-afrikanerbesluitnemers/

Artikel in Mail& Guardian (in Englisch) hier (die reisserische Überschrift entspricht nicht der Wahrheit und hat auch wenig mit dem Artikel selbst zu tun. Orania hat noch nie seine Hoffnungen auf Politiker gebaut): https://mg.co.za/article/2018-01-18-orania-pins-its-hopes-on-ramaphosa

Carel Boshoff

Carel Boshoff

Afriforum Nachbarschaftspatroullie macht Orania sicher

“Wie schafft ihr es (ohne hohe Zäune) so sicher zu sein?” fragen Besucher, die aus Städten mit hoher Kriminalität kommen, immer wieder. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Konzentrationspolitik und die eigene Arbeit, was verhinderd, das unbefugte Personen Orania betreten und Erkundungen für Überfaelle machen können, wie es sonst überall passiert. Trotzdem braucht Orania auch präventive Aktionen, wie eine Nachbarschaftspatroullie für den Ort und die Umgebung. Angriffe auf Farmen sind zwar in der Provinz Nordkap eher selten, kommen aber vor.

Diese Nachbarschaftspatroullie wird von der Afriforum Zweigstelle Orania koordiniert und dient als die Augen und Ohren der Gemeinschaft, für die Gemeinschaft und durch die Gemeinschaft. Die Nachbarschaftswache verhindert Kriminalität durch sichtbare Patroullierung und Einsammlung von Informationen und arbeitet auch mit Orania’s Sicherheitsdienst und der Polizei in Hopetown zusammen, was den Austausch von Informationen betrifft. Selbst Jugendstreiche und Sachbeschädigung die einfach hingenommen werden, können später zu Kriminalität führen. Viele Freiwillige nehmen an der Nachbarschaftswache teil und werden ausgerüstet mit allem Zubehör wie Leuchtwesten und Funkgeräten. Wir sind den Freiwilligen zu Dank verpflichtet. Gemeinsam machen wir Orania sicher.

buurtwag

CVO-Schule Orania veranstaltet Leichtathletikwettbewerb

Sport ist für Afrikaaner sehr wichtig und spielt bei den Schulen eine prominente Rolle. Die CVO-Schule Orania veranstaltete Ende Januar ihren alljährlichen Leichtathletikwettbewerb gegen verschiedene andere CVO-Schulen aus Bloemfontein, Jan Kempdorp und Vryburg. Die verschiedenen Teams machten sich mit dem dem Singen von anfeuernden Liedern Mut und die Essensstände sorgten für leibliches Wohl. Weitere Leichtatletikwettbewerbe der CVO-Bewegung finden in den nächsten Monaten in anderen Orten in Südafrika statt woran Oranias Schüler auch teilnehmen werden.
Die CVO-Schulen sind christliche, Afrikaanse Privatschulen die es in ganz Südafrika gibt und die ohne Staatliche Hilfe funktionieren, da Eltern und Lehrer ihr bestes für den Fortbestand und Ausbau der Schulen geben.

atletiek

Helpende Hand läd bekannte Gastrednerin ein

Helpende Hand ist eine Wohltätigkeitsorganisation der Afrikaner-Organisation Solidariteit und hat auch eine Ortsgruppe in Orania. Diese veranstaltete ein Festessen und lud Yolande Korkie als Gastrednerin ein. Yolande Korkie und ihre Familie waren Missionare im Jemen und wurden von Extremisten entführt.

Yolandie wurde später freigelassen, aber ihr Mann Pierre blieb weiter in Geiselhaft. Gemeinsam mit den Medien appelierte Yolandie an die Entführer, ihren Mann freizulassen und verschiedene Vermittler probierten ihr bestes. Eine Befreiungsaktion mislang und Pierre wurde getötet. Yolande erzählte von ihrer dramatischen und tragischen Zeit in Jemen, die ihren Glauben allerdings auch stärker gemacht hat. Die Erlebnisse sind auch als Buch verfasst mit dem Titel “558 Tage”.

landie Korkie

Yolande Korkie

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