Südafrika: Die Geister die ich rief…

Südafrika: Siegerjustiz

Es häufen sich Vorbilder von etwas, was man nicht anders als Siegerjustiz bezeichnen kann und was den Weissen, speziell den Afrikaanern zeigen soll, dass sie sich ja benehmen sollen und dankbar sien können, noch geduldet zu werden. Solches wird wörtlich von Politikern geäussert. Auch die Justiz folgt dem politischen Wind und bestraft Fälle von Rassismus (was immer gleichbedeutend mit Weissem Täter und schwarzem Opfer ist) unverhältnismässig hart, selbst oder gerade wenn es nur eine Beleidigung ist. Rassismus wird verurteilt, aber es kann nicht angehen, das mit zweierlei Mass gemesse und verschieden nach Rasse bestraft wird.
Vor kurzem wurde Vicki Momberg aus Durban zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie, nachdem sie von Schwarzen überfallen worden war, bei der Polizei in einem Zustand von Wut und emotionaler Erschöpfung mehrmals das Schimpfwort “Kaffer” schrie. Eine Geldstrafe oder Gemeinschaftsdienst wären angemessen gewesen und hätten eine klare Botschaft ausgestrahlt, aber es musste Gefängnis sein. Noch dazu heisst Gefängnis in Südafrika, gerade wenn es sich um Weisse handelt, eine tägliche Schikanierung durch Mithäftlinge.
2 Weisse Beamte beim Justizministerium, die auf Facebook über einen schwarzen Kollegen gelästert und diesen als Affen bezeichnet hatten, wurden sofort entlassen.
Im starken Kontrast dazu steht der Fall eines schwarzen Oberst der Armee, der gesagt hatte, “Weissen sollten die Augen ausgestochen und die Zungen abgeschnitten werden”. Er bekam weder eine Strafe noch wurde er entlassen, sondern er wurde lediglich von seinem Vorgesetzten ermahnt.
Auf Facebook finden sich regelmässig die übelsten Beleidigungen und Hasstiraden gegen Weisse und speziell Afrikaaner und es geschieht selten etwas, oft will nicht einmal Facebook den Verursacher verbannen. Anders herum können Beleidigungen von Schwarzen auf Facebook oder anderswo zu Verurteilungen mit harten Strafen, Angriffen, Entlassungen und sozialer Isolation führen.
Es geht hier nicht darum, etwas zu rechtfertigen oder zu relativieren. Alle oben genannten Fälle sind falsches Benehmen und gehören geahndet. Es geht aber darum, das bei rassistischen Äusserungen ein Weisser härter bestraft wird als ein Schwarzer, oder das einfach negiert wird, das es schwarzen Rassismus gibt.
Die Menschenrechtskommission, die eigentlich das Ziel der Versöhnung und des Ausgleichs hat und alle Fälle von Diskriminierung untersuchen muss wenn eine Klage vorliegt, ist sehr schnell und effektiv, wenn der Kläger schwarz und der Angeklagte weiss ist. Andersherum arbeitet man im Schneckentempo und zähneknirschend oder gar nicht und es muss oft nachgefragt werden, was aus der Klage geworden ist. Die Afrikaanerorganisation Afriforum hat viele solche Fälle von unterschiedlichem Arbeitseifer und –tempo der Menschenrechtskommission aufgelistet.
Es ist, als ob nach dem Antrag im Parlament auf entschädigungslose Enteignung die Schlinge noch einmal fester gezogen wird. Der Antrag stellte es auch kategorisch, das weisse Südafrikaner “kolonialistische, rassistische Siedler” seien. Der neue Präsident Cyril Ramaphosa hätte die Euphorie und die Authorität des neuen Amtes nutzen können, zumal er als Erbe Mandelas gepriesen wurde, um wieder zu Versöhnung und gegenseitigem Respekt aufzurufen und den Wert einer produktiven und gut ausgebildeten Minderheit zu betonen, was sogar Präsident Zuma kurz nach seiner Amtseinführung gemacht hatte.

Karikatur von Jerm (Jeremy Nel) von Maroela Media

 

Südafrika: Die Geister die ich rief…

Es ist, als ob der Schwanz mit dem Hund wedelt, nämlich die 6% Partei EFF (Economic Freedom Fighters) mit dem allein regierenden ANC (African National Congress), vor allem, seit der ANC den EFF- Parlamentsantrag zur entschädigungslosen Enteignung der Weissen mittrug. Präsident Ramaphosa versicherte allen, das der Prozess ordentlich und ohne der Wirtschaft zu schaden, und mit viel Konsultation, ablaufen solle.

Die EFF ergriff allerdings sofort die Initiative (wie üblich ohne Respekt für das Gesetz) und stachelte zahlreiche Arme zu Landbesetzungen an verschiedenen Stellen des Landes auf, vor allem in der Nähe der grossen Städte. Der ANC probierte dies zu verhindern und Ramaphosa verdammte es als ungesetzlich. Wer soll aber noch Ehrfurcht vor einem Gesetz haben, das die Regierung selbst abschaffen will? Nahe der Stadt Welkom kam es auch zu Handgreiflichkeiten, weil EFF-Anhänger Land besetzten, das der ANC-Bürgermeister seinen Anhängern versprochen hatte. Mit diesen Landbesetzungen will die EFF den Druck auf den ANC erhöhen, nicht wieder kalte Füsse zu bekommen und vielleicht mit einem Kompromisvorschlag zu kommen, der auch für weisse Farmer tragbar wäre.

EFF Demonstration

 

Orania: 30. Geburtstag der Orania Bewegung

Der Ort Orania als erster Afrikaaner-Wachstumspunkt und Beginn eines Afrikaaner-Staates oder Gebietes entstand nicht einfach von selbst. Um für die Afrikaaner einen eigenen Volkstaat zu Stande zu bringen, wurde am 21. März 1988 die Afrikaner-Vryheidstigting (Avstig) von prof. Carel Boshoff und anderen Intellektuellen aus dem Umfeld des Südafrikanischen Büros für Rassenangelegenheiten (SABRA) und der Afrikaaner-Volkswag gegründet. Avstig verkündete die Idee einer Konzentration von Afrikaaner-Pionieren im dünn besiedelten Nordwest-Kap (damals noch keine eigene Provinz) nach dem Vorbild von Israel, mit vor allem dem Prinzip der eigenen Arbeit, und gebaut auf Christlicher Basis, woraus später ein Staat entstehen könne.

Avstig war in gewisser Weise die “Zionistenbewegung” der Afrikaaner und warb um Unterstützung für dieses grosse Projekt. Es sollte allerdings nicht nur Theorie bleiben, sondern es wurde ein geeigneter Ort gesucht, wo man dieses in die Praxis umsetzen konnte. Das verlassenene Bauarbeiterkamp Orania wurde 3 Jahre nach der Gründung von Avstig Anfang 1991 gekauft und eingeweiht. Der Name Avstig wurde später zu Orania Bewegung verändert. Orania Bewegung konnte nicht nur als einige der wenigen damals gegründeten Afrikanerorganisationen fortbestehen, sondern auch wachsen was Relevanz, Einfluss und Mitgliederzahlen betrifft.

Aus Anlass des 30. Geburtstag fand ein formeller Empfang im Bankettsaal am Ufer des Oranje statt. Carel Boshoff, Präsident der Orania Bewegung und Sohn des Gründerpaares prof. Carel und Anna Boshoff, hielt die Festrede. Danach gab es verschiedene Heiltrunke und kurze Ansprachen. Der bekannte Pianist Benjamin Fourie sorgte für die nötige kulturelle Erbauung mit Werken von Beethoven, Chopin, Hubert du Plessis und anderen und für das leibliche Wohl sorgte ein reiches Käse- und Weinbuffet.

Carel Boshoff

 

Orania: Rosenkowitz-Sechsling Spezialtisch an das Kultur-Historische Museum geschenkt

1974 war die Geburt eines Sechslings, des einzigen in Südafrika bisher, eine
grosse Neuigkeit. Die Sechslinge wurden dem Rosenkowitz-Ehepaar in Kapstadt geboren. Die Eltern gaben einen speziellen Tisch mit sechs daran befestigten Stühlen in Auftrag und der Afrikaanse Möbelmacher Gert van Wyk aus Pietersburg fertigte diesen aus hartem Buschveld-Holz.

Vor ein paar Wochen meldete sich die Mutter des Sechslings, Susan Wilson (vorher Rosenkowitz) bei der Orania Bewegung. Weil sie umzog und keinen Platz mehr habe, würde sie gerne das berühmte Tisch- und Stühle-Set dem Museum schenken, wenn Interesse bestünde. Der Kurator des Museums, Jan Joubert, wusste sofort Bescheid, als er “Rosenkowitz- Sechsling” hörte und die Sache wurde ins rollen gebracht. Frau Wilson kam mit dem Set hier an und mit einer Zeremonie, wozu natuerlich auch Oranias beruehmte Koeksisters gehoerten, wurde das Tisch und Stühle Set übergeben und ist nun in Orania’s Kultur-Historischem Museum zu bestaunen. Obwohl nicht speziell Afrikaaner-Erbe, ist es Teil des Südafrikanischen Erbes und wird bewahrt, woe s in zahlreichen anderen Museen leider oft passiert, das wertvolle Stücke einfach verschwinden oder beschädigt werden.

Carel Boshoff, Susan Wilson, Jan Joubert

 

Orania: CVO- Schüler besuchen Europa

Eine Gruppe Schüler der CVO-Schule von Orania ist vor kurzem von einer 2 wöchigen Studientour nach Europa zurückgekehrt. Der Sinn der Tour war, die Schüler mit der Kultur und Geschichte der Stammländer der Afrikaaner vertraut zu machen. Sie lernten auch zahlreiche langjährige Freunde und Unterstützer Oranias und der Afrikaaner kennen. Die Tour begann in den Niederlanden, ging dann nach Flandern, quer durch Deutschland, mit einen kurzen Abstecher nach Österreich, dann für ein paar Tage nach Süd-Tirol und schloss mit Verona und Venedig in Nord-Italien.

Es war ein volles Programm, mit Besichtigungen von verschiedenen Sehenswürdigkeiten um die europäischen Geschichte zu verstehen, Besuche von Parlamenten und Gemeinschaften, um mehr über die demokratischen Instanzen zu lernen, und es gab auch zahlreiche gesellige Zusammenkünfte mit traditonellem Essen, Trinken und Musik. Die Schüler haben lange dafür gespart und gearbeitet und es war ein unvergessliches Erlebnis und für die meisten das erste Mal ausserhalb Südafrikas. Jaco Kleynhans, Chef der Orania Bewegung, war der Organisator und Tourleiter und 2 Elternpaare waren mit von der Partie.

Die CVO-Gruppe am Flughafen Johannesburg

 

Bitte unterstützen Sie die Orania-Bewegung und die Afrikaner-Gemeinschaft von Orania

Dank unserer Mitglieder in Südafrika und Übersee haben Orania und die Orania-Bewegung viel zur praktischen Selbstbestimmung beigetragen. Die Orania-Bewegung fördert das Ideal einer Heimat für Afrikaaner durch Selbständigkeit, Eigenarbeit, Bewahrung unserer Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise.

Wenn Sie einer wachsenden Anzahl von Unterstützern beitreten möchten (und einige Vorteile wie Rabatte auf Unterkünfte, ein Magazin und mehr erhalten), die Orania stärker machen, dann werden Sie Mitglied für nur R50 pro Monat. Besuchen Sie www.orania.co.za und klicken Sie auf Folgendes:

Sluit aan by die Orania Beweging
Lidmaatskap beloop R50 per maand of R600 per jaar vir persone in die RSA,
en R50 per maand of R600 per jaar vir buitelanders.
Kies uit die onderstaande betaalmetodes vir u ledegeld:
Kredietkaart | Debietorder | Elektronies | Tjek

 

 

©2018 Orania Beweging | Posbus 27, Orania, 875