Spendenaufruf

Gott sei Dank, dass wir in einem Land wohnen, in dem an die Covid-19-Pandemie vergleichsweise mit einem sehr hohen Maß an Sachlichkeit und rationaler Überlegung rangegangen wird. Natürlich gibt es immer Falten, die ausgebügelt werden müssen und politisch gesehen wird nicht immer in der gleichen Richtung gebügelt, das soll ein demokratischer Rechtsstaat sicherlich aushalten können.

Schauen wir aber in andere Länder, sind die Folgen der Covid-19-Pandemie dort nahezu katastrophal. Die Schwachstellen der Regierungen werden nun entblößt und was mal Baustellen waren, werden Brennpunkte. Spezifisch geht es mir um die Republik von Südafrika und vor allem die Einwohner dieses Landes. Jahrzehntelange Misswirtschaft der Regierenden nimmt jetzt ihren Zoll. So steht z.B. eine der ältesten staatlichen Fluggesellschaften der Welt (SAL: Suid-Afrikaanse Lugdiens) kurz vor der Pleite.

Es ist aber nicht angebracht, an dieser Stelle vor der Tür von anderen zu kehren, weniger noch zu politisieren. Mehr noch als die Staatsinstitutionen sind es die Einwohner des Landes, die am meisten zu verkraften haben. An dieser Stelle gibt die südafrikanische Regierung, neben dem Einschalten des Militärs, um die Ausgangssperre durch zu setzen, sich doch Mühe, die Not zu lindern durch die Lieferung von Hilfspaketen, also von Lebensmitteln. 

Ungeachtet des Kulturkreises, der Sprache und der Religion, stehen alle Menschen in Arbeitsverhältnissen vor existentiellen Bedrohungen. Allerdings gibt es auch unter den Notbedürftigen trotz allem immer noch von der Regierung verordnete Klassen. Gerüchten zu folge, empfangen Einwohner des Landes, die nicht Mitglieder der herrschenden Partei sind, keine Hilfspakete. Dass dies, in aller Gutgläubigkeit, bestritten werden könnte ist klar. Allerdings kann nicht bestritten werden, dass die seit fast 30 Jahren sogenannten BEE-Regelungen nun auch eine Rolle spielen bei der Verteilung staatlicher Hilfsgelder für Kleinunternehmer. BEE – Black Ecconomic Empowerment, was wortwörtlich Schwarze Ökonomische Bemächtigung heißen soll, schließt allerdings (anders als der Name verspricht) auch Chinesen ein, sodass es sich hier eher um den ökonomischen Ausschluss der kleinen Minderheit der Bevölkerung, der Buren, handelt.

Zu dieser kleinen Bevölkerungsgruppe gehöre auch ich. Bisher konnten diejenigen von uns, die es schafften, ihre Klein- und Mittelunternehmen trotz der für sie nachteiligen Wirtschaftspolitik des südafrikanischen Staates aufrecht zu erhalten, die große Anzahl an Arbeitslosen unserer Menschen mit privaten Wohltätigkeitsinitiativen unterstützen. Da nun auch die Arbeit dieser Unternehmen zum Erliegen gekommen ist und keine Gewinne erzielt werden, können auch sie nicht mehr helfen.

Unser Spendenaufruf ist aber nicht für die Unternehmer, sondern für Witwen, Kinder, Alten und Arbeitslosen, die ohnehin auf Wohltätigkeitsinitiativen angewiesen waren.

Konkret: Unterstützt wird eine private Wohltätigkeitsinitiative in Riebeeckstad, Oranje-Vrystaat, Südafrika mit Hilfsaktionen in die Goudvelde in Städten: 
Welkom, Odendaalsrus, Allanridge und Hennenman.
Mit möglicher Ausbreitung nach Wesselsbron, Hoopstad, Theunissen und dem sehr akut betroffenen Ventersburg.
Zum pauschalen sozialen Situationsvergleich: Meine Mutter, die – Gott sei Dank – wegen ihrer 6 arbeitenden und noch abgesicherten erwachsenen Kindern nicht auf diese Hilfsaktion angewiesen ist, bekommt ein „Staatsrente“ von ca. R1800 (92€), die während des Covid-19-Zeitraums auf ca. R2050 (104€) erhöht worden ist. Ihre Kaltmiete (Zweiraumwohnung) beträgt ca. R2800 (142€) dazu kommt noch Strom, Wasser, Arzneikosten und Lebensmittel.

Diese Spenden-Initiative wurde ins Leben gerufen von dem Flüchtlingshilfswerk Sprachwerk e.V. mit Unterstützung und Hilfe des Kirchspiels Geithainer Land.
Sie verfolgt keine politischen Zwecke und informiert nur, sofern es der Wohltätigkeitsinitiative dient. Dieses Schreiben soll nicht als Vorwurf an den südafrikanischen Staat verstanden werden. Ich empfehle allerdings jedem Eigeninitiative zur Information über die Lage Südafrikas, insbesondere die der Buren.

Trotz allem: UNSERE HILFE STEHT IM NAMEN DES HERRN, DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT.

Diese Wohltätigkeitsinitiative können Sie weiter verfolgen auf:
derdritteafrikaner.sprachwerkev.de

Spenden werden entgegengenommen entweder vom
Sprachwerk e.V. (info@sprachwerkev.de)
IBAN: DE32860700240055373500
BIC: DEUTDEDBLEG
Deutsche Bank Referenz: Burenhilfe
oder

Kirchspiel Geithainer Land (ksp.geithainerland@evlks.de)
IBAN: DE07 3506 0190 1625 7800 19
BIC: GENODED1DKD Bank für Kirche und Diakonie
Kennwort: Burenhilfe

Die Frage der Möglichkeit einer Spendenbescheinigung wird noch geklärt

Es grüßt euch in Hoffnung

A. Vogel

Fotos sind von Boere Gemeenskap Transvaal als Beispiel für die Not auch im Oranje Freistaat.