Deutscher Infobrief der Orania Bewegung. Anfang Juli 2018

Orania Beweging schlägt neuen Vertrag über Grund und Boden vor
Die geplante Änderung des Grundgesetzes, um Grund und Boden entschädigungslos enteignen zu können, ist zur Zeit das grosse Thema in Südafrika, was alle aufregt und besorgt. Bis Ende Juni war Zeit um schriftliche Kommentare und Vorschläge an die parlamentarische Kommission die dieses untersucht, einzureichen. Zur Zeit finden überall im Land öffentliche Anhörungen statt.
Die Orania Bewegung hat in ihrem Kommentar an die Parlamentskommission vorgeschlagen, das ein neuer historischer Vertrag mit Minderheiten wie den Buren (Afrikaanern) geschlossen werden muss. Dabei muss anerkannt werden, von beiden Seiten, das Bodenbesitz ganz unterschiedlich gesehen wird aus der schwarzen oder weissen Perspektive, und das nicht eine Sichtweise die einzig richtige ist. Das Narrativ, das Weisse den Schwarzen den Boden geraubt haben, entspricht nicht den historischen Tatsachen, wird aber oft verkünde. Anderseits muss von weisser Seite auch der hohe symbolische Wert von Bodenbesitz für Schwarzafrikaner anerkannt werden, selbst wenn dieser nicht effektiv bewirtschaftet wird. Auch für Afrikaaner (Buren) besteht eine stark emotionale Bindung an den Boden, auch unter der Mehrheit die längst zu Stadtbewohnern geworden sind. Die rein wirtschaftliche Sicht der Farmerverbände lässt diesen wichtigen Punkt aus. Bei so einem Vertrag muss anerkannt werden, das die Buren integraler Bestandteil von Südafrika sind und ein Recht auf eine selbstbestimmte Zukunft haben.
Die Orania Bewegung strebt die Selbstbestimung der Afrikaaner im Nordwestkap an und wird durch die aktuelle Debatte über die Bodenreform ein erneutes Plädoyer einreichen, dass ein Gebiet in Südafrika von Bodenreform, Affirmative Action und Black Economic Empowerment befreit wird und die Option der Selbstbestimmung in einem solchen Gebiet ermöglicht wird.
Die Orania-Bewegung betrachtet die Forderung nach „Enteignung ohne Entschädigung“ als Fortsetzung der bereits weit vortgeschrittenen „Enteignung“ von Kulturräumen, dem Verlust von Schulen und Universitäten, die die Bildung der Muttersprache sichern, und der Ausgrenzung von Afrikaans im öffentlichen Leben. Laut Carel Boshoff, Präsident der Orania Bewegung, sind die Afrikaaner, wie andere indigene Völker auch, entfremdet und werden zu Staatsbürgern zweiter Klasse in ihrem Heimatland gemacht, anstatt Wege zu finden, um eine bedeutende Anerkennung und Raum für alle indigenen Völker und Kulturen zu gewährleisten. „Die Erwartung, dass das historische Abkommen, das in der Verfassung von 1996 resultierte, dies zum Ausdruck bringen und somit durch die aktuellen Entwicklungen erweitert werden würde, wurde enttäuscht.“

Die Orania-Bewegung hat in letzter Zeit wachsendes Interesse und Unterstützung für den Vorschlag für eine Afrikaaner-Konzentration im Nordwestkap bei Afrikaanern geweckt. Das aktuelle politische Klima in Südafrika, das durch den Antrag auf Enteignung vom 27. Februar 2018 im Parlament noch verschärft wurde, schafft die notwendigen Voraussetzungen, um unsere Selbstbestimmungsbemühungen noch stärker zu fördern.

Südafrikaner Land

Bewahrung des Erbes durch Instagram

Während der Diskussionen über ein Denkmalschutzprojekt zwischen Prof. Theo du Plessis vom Sprachendepartement der Universiteit des Freistaates in Bloemfontein und Dr. Burgert Senekal, Archivar und nachforscher der Orania Bewegung entstand die Idee zum Projekt #behoedjouerfenis. Die Idee ist einfach: man macht Fotos vom Afrikaansen Erbe – Sehenswürdigkeiten, Denkmäler, Statuen, Straßennamen, literarische und historische Artefakte usw. – und stellt diese Fotos mit dem Hashtag #behoedjouerfenis auf Instagram. Ziel ist es, auf das Erbe der Afrikaaner (Buren) aufmerksam zu machen und fotografisches Material zu Afrikaaner-Artefakten zu sammeln. Die Menschen können alles, was sie für ein burisches Erbe halten, vom Kuchen bis zum Sprachenmonument ablichten. Man kann sehen, was bereits auf Instagram unter dem hashtag #behoedjouerfenis platziert wurde.

Der Beitrag der Afrikaaner zur Geschichte Südafrikas wird zunehmend ignoriert und stigmatisiert, und überall gedroht, Statuen zu zerstören und Ortsnamen zu ändern wo es nicht schon geschehen ist. Alle Minderheiten die zu Südafrika gehören, haben einen Beitrag für das Land geleistet, einschließlich der burischen Minderheit und #behoedjouerfenis soll darauf aufmerksam machen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Sprachendepartement der Universitaet, der Orania-Bewegung und der Erbestiftung (Heritage Foundation South Africa) getan, die jeweils Ressourcen und Infrastruktur zur Verfügung stellen um die Idee zu verwirklichen. Das Projekt ist auch mit dem Heritage Conservation Project der Heritage Foundation verbunden, das bei Riana Mulder unter museum@es.org.za erhältlich ist. Für weitere Informationen über #behoedjouerfenis kann die Orania Movement unter research@orania.co.za kontaktiert werden

#behoedjouerfenis

Juli, der Monat der Pekannussernte und der Kälte

Juli ist der kälteste Monat in Orania, und ein Monat wo normalerweise wenig passiert. Für die meisten Aktivitäten ist es einfach zu kalt, gerade abends. Es ist auch die Zeit wo regelmässig die Wasserrohre platzen und Klempner Überstunden machen müssen. Morgentemperaturen fallen bis – 8, für Südafrika insgesammt ungewöhnlich, nicht allerdings für die Karoo und das zentrale Hochland. Da im Winter allerdings tagsüber immer die Sonne scheint, sind die Mittagstemperaturen schon wieder erträglich mit 15 bis 20 Grad.

Der Juli ist auch die Zeit der Pekannussernte. Orania war gerade am Anfang seiner Entstehung in den 1990’ern stark abhängig von der Landwirtschaft und vor allem von Pekannüssen. Diese Nussbäume, die auf über 160 Hektar angepflanzt wurden, können Minustemperaturen (anders als viele Obstbäume) gut ertragen und liefern langfristige und stetig zunehmende Ernten. Der Absatz ist vor allem im Ausland, was auch gute Einkommen garantiert. Von den 160 Hektar Pekanbäumen gehören etwa die Hälfte zur Dendron Farm, dem grössten landwirtschaftlichen Betrieb in Orania, und der Rest verteilt sich auf verschiedene kleinere, nebenberufliche Farmer mit je etwa 20 Hektar.

Der Ernteprozess ist stark mechanisiert, mit einer Rüttelmaschine, die an den Bäumen befestigt wird und die Nüsse in wenigen Minuten herunterschüttelt. Diese werden dann in unter den Bäumen gespannten Netzen gesammelt.

Pekannussernte

Gazelle Rugbyteam in Dallas, Texas

Orania ist sehr stolz auf WJ Nel, einen Schüler der CVO Schule, der Teil des Bo-Karoo Gazelle 7 Rugby Teams war, das an diesem Wochenende ein Turnier in Dallas, Texas gewann. Sie haben am Ende gegen eine gute Mannschaft von Kalifornien 21-19 gewonnen. Obwohl das Team aus dem größeren Orania-Unterstützungsnetzwerk aus dem ganzen Land bestand, war es eine Orania-Initiative und Teil des Bo-Karoo Sports Föderation. Herr Willie Nel von Orania war der Teammanager und die Orania-Bewegung war einer der Team-Sponsoren. Sie reisten am 25. Juni nach Dallas in Texas, um am internationalen 7-Rugby-Turnier teilzunehmen. Herzlichen Glückwunsch an den Team- und Teammanager mit der großen Leistung.

Gazelle Rugbyteam

Volkskool Orania feiert Jubiläum

Am frühen Samstagmorgen startete die Orania Volkskool (Volksschule) ihr siebenundzwanzigstes Jubiläum mit einem festlichen potjiekos-Wettbewerb. Potjieskos ist ein traditionelles Afrikaanergericht, eine Art (meistens) Fleischeintopf mit verschiedenen Gemüsen der lange auf kleiner Flamme, idealerweise am offenen Feuer, gekocht wird, und den man in allen Variationen und Geschmachsrichtungen machen kann, und wo regelmaessig Wettbewerbe stattfinden über den leckersten potjie. Es war auch der Beginn einer Spendensammlung für große Erweiterungen des bestehenden Gebäudes, die Baupläne sind bereits fertig. Die Schülerzahlen sind so gestiegen, dass die Schule dringend mehr Platz benötigt.

Die Direktorin, Frau Anje Boshoff, bedankte sich für das phänomenale Wachstum der Schule – nicht nur in Zahlen, sondern auch in der Tiefe und im Umfang der Bildung und der internen Entwicklung. Im Jahr 1992, als Volkskool begann, fielen sie unter das damalige Cape Education Department. Heute ist es der dritte Lehrplan, dem sie folgen, sagt Anje. Die Schule hat 110 Fernschüler und 130 Lernende, die jeden Tag zur Schule gehen. Sie sagt, dass es auch schwierige Zeiten gab, aber die Freude am Erfolg belohnt für das Durchsetzungsvermögen, die Volkskool zum Erfolg zu führen.

Achtzehn potjies kamen zusammen mit einer Vielzahl von Variationen, zum Beispiel Muscheln, Springbokbraten, Lamm, Rind und Wild. Unabhängige Preisrichter haben die Zutaten, die Anbietung, die Aktivitäten und den Geschmack jeder Potjie-Präsentation beurteilt. Nach dem schnellen Verkauf zu urteilen, war der Inhalt sehr lecker. Den ganzen Tag über konnten die Festbesucher an fröhlichen Aktivitäten wie z. B. Sport- und Kochwettbewerben teilnehmen.

Die Volkskool Orania beendete die Geburtstagsfeier mit einer festlichen Gesangsdarbietung der bekannten Sängerin Nadine. Sie ist auch eine ehemalige Schülerin von Orania Volkskool und ist mittlerweile eine in ganz Südafrika bekannte Afrikaanse Sängerin. Alt und jung waren von ihr begeistert und sie stahl die Herzen der Kinder! Auch Orania und Volkskool sind stolz auf diese Ehemalige von ihnen, die auch die Afrikaanse Sprache hochhält. Wir gratulieren Orania Volksool herzlich und wünschen viel Erfolg weiterhin.

 

Deutscher Infobrief der Orania Bewegung. Anfang Juni 2018

Besuch in Europa

Eine Reisegruppe, bestehend aus 14 Personen verbunden an Afriforum (eine Organisation, die sich speziell für die Rechte der Afrikaansen Minderheit einsetzt) und Orania Dorpsraad (Magistrat von Orania) kam vor kurzem von einem 10-tägigen Besuch an Österreich und Italien/Südtirol zurück. Die Reise begann in Wien, mit einer persönlichen und fachkundigen Stadtführung von Freunden Oranias, ging weiter nach Bozen und Umgebung für ein paar Tage, mit einem touristischen Abstecher nach Venedig. Auf dem Rückweg nach Wien wurde auch in Salzburg Station gemacht. Obwohl das touristische Element und die Erfahrung von Geschichte und Kultur nicht zu kurz kamen, war der Zweck in erster Linie, mehr von effektivem Gemeindemanagement auf verschiedenen Ebenen zu lernen, etwa alternative Energienutzung und öffentlicher Verkehr in Städten sowie im ländlichen Raum.

In Bozen (Südtirol), wo mit dem “Südtiroler Freundeskreis der Afrikaaner” schon eine lange und innige Freundschaft besteht, gab es einen Empfang beim Bürgermeister durch Vermittlung des Obmanns des Freundeskreis, dr. Gino Bentivoglio. Die Situation der Afrikaaner (Buren) in Südfarika wurde dort zur Sprache gebracht. Es wurde auch das Südtiroler Parlament besucht, wo Abgeordneten der Partei “die Freiheitlichen” über das Südtiroler Autonomiemodell Auskunft gaben und auch die Situation der Afrikaaner-Minderheit in Südafrika besprochen wurde.

Besuch beim Parlament in Bozen

Bittereinderdag 31. Mai

Am 31. Mai 1902 endete der Anglo-Burenkrieg nach 3 für die Burenrepubliken Transvaal und Oranje-Vrystaat bitteren Jahren. Die beiden Republiken kämpften heldenhaft gegen die Brittische Übermacht, erst regulär, später als Guerilla. Im Felde waren sie unbesiegt und konnten immer wieder entkommen und den Britten empfindliche Schläge zufügen. Um sie zur Aufgabe zu zwingen, wandten die Britten die brutale Strategie der verbrannten Erde an: die Farmen, die die Buren immer wieder als Versorgungsstationen benutzen, wurden niedergebrannt und sämtliches Vieh, sogar Haustiere, getötet. Die Frauen und Kinder, die dort wohnten, sowie die schwarzen Arbeiter, wurden in sogenannte Konzentrationslager gesteckt, wo Hunger, Krankheiten und Misshandlung an der Tagesordnung waren und etwa 30 000 Burenfrauen und Kinder starben. Die Krieger im Feld konnten unter diesen Umständen nicht weiterkämpfen und stimmten Friedensverhandlungen zu, die besonders bitter waren und wo die beiden Republiken ihr Unabhängigkeit verloren und Britische Kolonien wurden und die Männer ihre Waffen abgeben und einen Treueeid auf Brittannien leisten mussten. Dies war der Diktatfriede von Vereeniging, der am 31. Mai 1902 unterzeichnet wurden.

Zu Ehren derjenigen, die bis zum bitteren Ende kämpften, und zum Gedenken an die Frauen und Kinder die litten und starben, ist dieser Tag ein jährlicher Gedenktag mit einem geweihten Programm. In der Nähe von Orania befindet sich das einzig vollständig erhaltene ehemalige Konzentrationslager mit einem Friedhof, wo das jährliche Gedenken stattfindet. Es werden Berichte Überlebender vorgelesen, Blumen auf den Gräbern niedergelegt und das Museum ist zur Besichtigung geöffnet. Am 31. Mai trifft auch die erste richtige Kaltfront die Gegend mit eisigen Winden, so das man sich eine vage Vorstellung machen kann, wie hart die Umstände in den Konzentrationslagern, wo es nur dünne Leinenzelte gab, waren.

Gedenkfeier beim Oranjerivier Konzentrationslager

Gespräche mit Mbeki-Stiftung

Am 4. Juni haben Vertreter der Thabo Mbeki Stiftung unter Führung von dem Geschäftsführer, Max Boqana, Orania und speziell die Orania Bewegung offiziell besucht. Dieser Besuch ist Teil der Initiative “Afrikaners (Buren) in Afrika” woran Carel Boshoff, Präsident der Orania Bewegung, und Chris Opperman (Diplomat und Geschäftsmann) unter anderen teilnehmen. Orania Bewegung kommuniziert durchgehend unser Streben und Ideal an alle, die sich die Mühe machen, zuzuhören, und dabei wird immer wieder betont, das die Afrikaaner (Buren) auch ein Anrecht auf einen Platz in Afrika haben und das Orania an der Verwirklichung davon arbeitet.

Der Besuch lief erfolgreich ab, mit verschiedenen Gesprächen und Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten und Instanzen und wieder einmal konnten einflussreiche Personen einen positiven Eindruck von Orania bekommen und konnten Vorurteile aus dem Weg geräumt werden.

Thabo Mbeki war Präsident von Südafrika von 1999 bis 2008 und setzt sich durch die Thabo Mbeki Stiftung für eine Afrika-Renaissance ein.

Vertreter von Orania Bewegung und Thabo Mbeki Stiftung

Volkspele florieren in Orania

Für die Gemeinschaft von Orania ist die Bewahrung und der Ausbau unserer Kultur sehr wichtig. Dazu gehören auch Volkstänze. Eine eigene Version der Volkstänze unter Afrikaanern sind die Volkspele (Volksspiele), wo während des Tanzes die Lieder gesungen werden. Bei Aufführungen wird die traditionelle Tracht getragen (siehe Foto), bei Übungen lange Hose und Hemd für Männer und ein Kleid für Frauen. Volkspele entstanden bereits in der Zeit des grossen Treks (1836-1838), gerieten aber in Vergessenheit, gerade in den Krisenzeiten wie dem Burenkrieg und den schweren Aufbaujahren danach. Erst im frühen 20. Jahrhundert wurden sie von Samuel Henri Pellisier durch die Inspiration aus Europa wiederentdeckt, ausgebaut und popularisiert und sind fester Bestandteil der traditionellen Burenkultur. Vor allem ab den 1930’er Jahren, mit dem 100sten Gedenken an die Schlacht vom Blutfluss, erfuhren sie eine kräftige Auflebung. Mit der Identitätskrise vieler Buren ab den 1990ern Jahren und dem Verlust des Afrikaansen Charakters von Schulen und Kulturorganisationen wurde auch das Interesse an Volkspele weniger, allerdings besteht eine landesweite Volkspele-Bewegung weiter und erfährt scheinbar wieder eine Auflebung in letzter Zeit.

In Orania werden Volkspele immer beliebter, gerade unter der Jugend. Nachdem eine gefestigte Volkspelegruppe wegen des Todes der Leiterin in 2012 sich auflöste, gab es vor etwa 2 Jahren durch Initiative von jungen Lehrerinnen der CVO-Schule ein neues Entstehen, diesmal vor allem für Schüler aller Altersgruppen. Fanus Becker, erfahrerener Volksspeler, übernahm die Leitung und das Interesse ist mittlerweile so gross, das demnächst die Gruppe aufgeteilt werden muss. Momentan wird noch geübt, aber es könnte demnächst ein vollständiges “Volkspelelaer” entstehen, was an nationalen und sogar internationalen Darbietungen und Treffen teilnimmt.

Volkspeletracht

Huppelkind Kinderkrippe veranstaltet Kunstausstellung

Die jährliche Kunstausstellung von Cornelia Holm, was immer auf prachtvolle Weise von der Huppelkind Kinderkrippe angeboten word, fand diesmal im neugebauten Huppelkind-Zentrum statt. Die Veranstaltung wurde organisiert von der Leiterin der Kinderkrippe, Esna Schumann und ihrem Team. Die Gäste, die sich herausgeputzt hatten, wurden mit herrlichem Essen und Wein verwöhnt, während sie die neuen Kunstwerke von Cornelia Holm bewunderten. Die meisten Bilder wurden gleich am Abend verkauft, und Cornelia Holm schenkte dieses Jahr die Hälfte des Erlöses an Huppelkind. Es wurde auch das Bronze-Emblem von Huppelkind, das Cornelia Holm gemacht hat, enthüllt und verziert seither den Eingang des Zentrums.

Esna Schumann sagte in ihrer Eröffnungsrede, das es für sie und ihr Team um mehr gehe als nur um die unmittelbaren Bedürfnisse der Kleinkinder. Es müssen auch Tugenden übertragen werden, und die 7 Tugenden, die künstlerisch als Drucke abgebildet wurden und an die Hauptspender übergeben wurden, sind Verantwortung, Respekt, Integrität, Zuverlässigkeit, Sorgsamheid, Rechtfertigkeit und Selbständigkeit.

Das neue Huppelkind-Zentrum wurde vor zwei Wochen amtlich eröffnet, und zwar von dem sehr beliebten und bekannten Afrikaansen Sänger, Autor und Aktivisten für die Afrikaaner, Steve Hofmeyr, der ein grosses Benefiz-Konzert gab und der schon zum wiederholten Male in Orania weilt und ein guter Freund unseres Ortes ist.

Das alte Gebäude der Kinderkrippe war viel zu klein geworden wegen immer mehr jungen Familien die nach Orania ziehen. Huppelkind Kinderkrippe wird vom Orania sozialen Ring (Orania Maatskaplike Raad OMR) finanziert, der wiederum vor allem von Spenden und Sammlungsaktionen und durch Freiwilligenarbeit existert.

Cornelia Holm, Esna Schumann, Carel Boshoff

Bitte unterstützen Sie die Orania-Bewegung und die Afrikaner-Gemeinschaft von Orania

Dank unserer Mitglieder in Südafrika und Übersee haben Orania und die Orania-Bewegung viel zur praktischen Selbstbestimmung beigetragen. Die Orania-Bewegung fördert das Ideal einer Heimat für Afrikaaner durch Selbständigkeit, Eigenarbeit, Bewahrung unserer Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise.

Wenn Sie einer wachsenden Anzahl von Unterstützern beitreten möchten (und einige Vorteile wie Rabatte auf Unterkünfte, ein Magazin und mehr erhalten), die Orania stärker machen, dann werden Sie Mitglied für nur R50 pro Monat. Besuchen Sie www.orania.co.za und klicken Sie auf Folgendes:

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Deutscher Infobrief der Orania Bewegung. Ende April 2018

 

Südafrika: Frustration, Gewalt und Streiks.

Wir würden gerne mal zur Abwechslung gute Nachrichten aus Südafrika (ausserhalb Oranias) bringen, aber leider ist dies Mangelware. Mit der Wahl Cyril Ramaphosas zum Präsidenten verbaden sich, zugegebenermassen unrealistische, Hoffnungen, Südafrika würde wieder eine Phase von wirtschaftlichem Aufschwung, relativer Stabilität und sinkender Kriminalität betreten. Es sieht allerdings danach aus als ob die verschiedenen Interessengruppen, für Aussenstehende schwierig durchschaubar, weiter um die die Macht kämpfen und als ob keinesfalls alle im ANC Ramaphosas Führung akzeptieren. Ramaphosa weilte gerade in Staatsmannspose in Gross-Brittannien bei der Konferenz des britischen Commonwealth um dort, getarnt als Freund der Investoren, Gelder für Suedafrika zu erwerben. Er musste allerdings seine Reise abbrechen und nach Südafrika zurückeilen, wegen Aufständen in der Provinz Nordwest (vormals Western Transvaal) mit der Hauptstadt Mahekeng (vormals Mafikeng).

Dort wütet ein Konflikt zwischen Gegnern und Anhängern von Premier (Ministerpräsident) Supra Mahumapelo. Mahumapelo wird von Korruption und schlechtem regieren beschuldigt (zu Recht, obwohl dies von sehr vielen Politikern gesagte werden kann) und auf Gemeindeebene funktioniert fast nichts mehr und es fehlt an allem. Es spielt auch eine Rolle, das Mahumapelo ein Gefolgsmann von Ex-Präsident Zuma ist, gegen den gerade diverse Anklagen vorbereitet werden.

Strassen wurden blockiert, Autos angezündet, Ämter zerstört, Geschäfte geplündert, und wie immer gab es viele, die ohne bestimmte politische Ziele einfach mitmachten, weil es was zu plündern gab und um Frustration herauszulassen. Am schlimmsten war die Situation in Mahekeng, aber in fast allen Orten von Nordwest brannte es irgendwo. Dabei ging es aber oft nicht um Mahumapelo, sondern um örtliche Angelegenheiten, was so gut wie immer heisst das arme Einwohner wütend sind, das sie die versprochenen Dienstleistungen nicht erhalten und das die Infrastruktur wegen jahrelanger Vernachlässigung zusammenbricht. Die radikale Partei EFF (Economic Freedom Fighters) mischte wahrscheinlich auch mit, denn in dieser Provinz, die vor allem vom Platinabbau lebt und viele Minenarbeiter hat, ist sie stark.

Die Situation in Nordwest hatte sich noch nicht beruhigt, da rief der Gewerkschafts-Dachverband SAFTU (South African Federation of Trade Unions) zum landesweiten Generalstreik auf, was am 25. April stattfand. SAFTU streikte gegen (durchaus nötige und sinnvolle) Änderungen an der Arbeitsgesetzgebung, die nach ihrer Meinung nicht gewerkschaftsfreundlich genug ist. Es ging allerdings auch darum, SAFTU, einen relativ neuen Dachverband, als bessere Alternative zum alteingesessenen Verband COSATU (Congress of South African Trade Unions), der eng mit dem ANC verbunden ist, darzustellen. In wieweit auch hier die ANC/EFF Rivalität eine Rolle spielte war nicht ersichtlich, ist aber auch ein möglicher Faktor. Der Generalstreik betraf vor allem die grossen Städte und diente als Machtdemonstration. Grosse Sachschäden blieben allerdings aus.

 

Orania: Ausserordentlicher Bürgerrat zum Thema Enteignung ohne Entschädigung

Das Thema in aller Munde ist die entschädigungslose Enteignung. Dies soll eine Grundgesetztänderung nach August möglich machen. Die Orania Bewegung wird oft gefragt, wie dies Orania beeinflussen wird und deshalb fand am 21. April eine ausserordentliche Bügerratssitzung zu diesem Thema statt.

Carel Boshoff, Präsident der Orania Bewegung, hielt die einleitende Rede und sagte unter anderem, das der Parlamentsantrag vom 27. Februar nicht nur wirtschaftliche Folgen habe, sondern das eine überwaeltigende Mehrheit der Parlamentarier verschiedener Parteien damit zum Ausdruck brachten, das die Afrikaaner (Buren) als Bodendiebe und Kolonialisten abgestempelt werden, die nur geduldet werden. Das ist sehr unterschiedlich von der ursprünglichen Mandela-Versöhnungsbotschaft, das alle Einwohner des Landes gleichberechtigte Südafrikaner seien.

Es gab Gelegenheit für zahlreiche Beiträge der anwesenden Bürgerratsmitglieder, wobei vor allem Flip Buys, Vorsitzender der Solidariteit Bewegung, wichtige Impulse gab. Jaco Kleynhans, Geschäftsführer der Orania Bewegung, informierte über bereits bestehende Kontakte mit Unterstützern im Ausland. Am Ende wurden 9 Zielsetzungen erstellt, für die die Orania Bewegung sich starker engagieren wird:

1. Erhöhte Sichtbarheit unter Afrikaanern.
2. Ein Vertrag zur besseren Zusammenarbeit mit Solidariteit Bewegung.
3. Projekte um noch mehr Unterstützung und Verständnis aus dem Ausland zu erreichen.
4. Konferenzen mit anderen südafrikanischen Organisationen über Selbstbestimmung und Gemeinschaftsentwicklung.
5. Das Orania-Ideal in der Region besser bekannt zu machen.
6. Eine Präsentation mit der Sichtweise von Orania an das Parlamentskommitee was die geplante Änderung des Grundgesetzes zur entschädigungslosen Enteignung untersucht.
7. Weiterentwicklung und Ausbau der Arbeitskultur unter Afrikaanern im allgememeinen und Oraniern im besonderen.
8. Kontakt (Liaison) mit Regierungsinstanzen auf verschiedenen Ebenen.
9. Weiterentwicklung der Orania-Idee und bessere Kommunikation mit vor allem neuen Einwohnern innerhalb Oranias.

Stigtingsdag (Gründungstag)

Am 6. April 1652 kam Jan van Riebeek im Auftrag der Niederländischen Verenigten Ost-Indischen Kompanie (VOC) am Kap der Guten Hoffnung an um eine Versorgungsstation für die Schiffe, die auf dem Weg nach Batavia (heute Indonesien) waren, zu gründen. Daraus entwickelte sich später eine permanente Kolonie, die sich schnell ins Innland vorschob und wo aus Niederländern, Deutschen, protestantischen Franzosen und anderen Europäern sich das Volk der Buren (Afrikaaner) entwickelte, des einzigen wirklich einheimischen weissen Volkes in Afrika.

Dieser Tag wird daher auch in Orania gefeiert, sogar mit doppelter Bedeutung: einmal die Gründung der Kapkolonie, die das Burenvolk oder Afrikaanervolk hervorbrachte, aber auch die Gründung von Orania Jahrhunderte später, nämlich am 13. April 1991. Beides waren Gründungstaten, eine zum (unbeabsichtigten) Entstehen und eine zum Fortbestehen des Afrikaanervolkes. Wegen der Nähe der Tage werden am 6. April beide Ereignisse gefeiert. Der Christliche Glaube war in beiden Fällen wesentlich, und auch der Wille zur Zivilisation unter widrigen Umständen.

An diesem Tag ziehen viele Oranier etwas in orange an, oder traditionelle Tracht. Es findet auch immer eine kulturelle Veranstaltung statt. Dieses Jahr wurde eine Aufführung zu Ehren des Dichters und Liedermachers Jan Pohl, der in Orania begraben ist, mit Darbietungen aus seinem Repertoire im Gemeinschaftssaal abgehalten. Jan Pohl ist zufällig auch am 6. April geboren. Kobus Saayman, ein Schauspieler, gab Lieder, Gedichte und Musikstücke von Jan Pohl zum besten. Seine Witwe, Johanna, erzählte Anekdoten aus seinem Leben. Die Zuschauer hielten während der kurzweiligen Darbietung Picknick im Familien- und Freundeskreis ab.

Grundsteinlegung für Bo-Karoo Studentenwohnheim

Verschiedene Grossprojekte sind in Orania im Bau. Vor kurzem wurde der Grundstein zum ersten Studentenwohnheim des Bo-Karoo Ausbildungszentrums gelegt. Dies ist ein Meilenstein für Ausbildung in Afrikaans (vor kurzem wude auch die letzte Afrikaanse Universität, Potchefstroom, auf Englisch umgestellt). Wohnraum ist immer ein Problem in Orania wegen des starken Zuzugs, und mit dem Wohnheim wird dieses Problem nun angegangen. Es ist kein reines Wohnheim, sondern hat im Erdgeschoss eine Poststelle, ein Schiedsamt und Geschäfte.

Bokkieweek und Boerspitus. Eine herrliche Gelegenheit für junge Afrikaaner, Orania besser kennen zu lernen.

Über das Osterwochenende wurde zum dritten Mal die “Bokkieweek” angeboten, ein 5 Tage langes Sportereignis von Schülern aus ganz Südafrika, wo Rugby- und Korbballwettbewerbe zwischen verschiedenen provinzialen Teams stattfinden. Sportliches Talent wird dabei von Trainern erkannt für eine zukünftige professionelle Sportlaufbahn. Da wegen der Quotenregelung nach Rassenzugehörigkeit im Schulsport gegen weisse Schüler diskriminiert wird und viele talentierte junge Menschen wegen der falschen Hautfarbe nicht für die Teams ausgewählt werden, bietet die Bokkieweek eine Alternative.

Neben dem Sport wurden die jungen Leute auch mit Orania vertraut gemacht und es gab jede Menge Spass und Entspannung, etwa ein Musikkonzert mit dem bekannten Sänger Pieter Smit, ein Cantus, Besichtgungstouren und Spass im Schwimmbad und im und am Oranjefluss. Selbstverständlich fand an den wichtigen Christlichen Feiertagen Karfreitag und Ostersonntag kein Sport statt und wurden stattdessen der Gottesdienst besucht und der Nachmittag ruhig gestaltet.

Keine 2 Wohen später war schon wieder die nächste Gelegenheit für junge Leute aus verschiedenen Teilen Südafrikas, Orania zu erfahren. Afriforum Jugend, die hauptsächlich Afrikaaner-Studenten repräsentiert, war hier zum “Boerspitus”. Boerspitus ist ein Kunstwort und steht für Boeresport, Spitbraai und Cantus, also Spiel und Spass (Sackhüpfen, Tauziehen, Eierlaufen, Zwille schiessen etc), Schafsbraten am Spiess und traditionelles Singen und Biertrinken in der (etwas abgeänderten) Studentenverbindungstradition, sogar mit in Orania gebrautem Deutschen Bier der Bavaria Brauerei.

Afrikaanse Studenten können auf den Universitäten ihre Kultur nicht mehr feiern und ausleben, da alles “repräsentativ”, sprich der Mehrheitskultur entsprechend sein muss und alles was speziell Afrikaans ist als “exklusiv und diskriminierend” verdammt wird. Es war für Besucher und Oranier eine herrliche Zusammenkunft. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Freunde in Flandern geben grossen Beitrag

Orania hat Freunde in der ganzen Welt, die für uns Gold wert sind. Politiker, Meinungsformer, Südafrikaner im Ausland, sogar in Ländern wie Taiwan oder Russland. Wir haben gut gefestigte und schon lang anhaltenende Freundschaften mit Südtirolern und auch Flamen.

Jaco Kleynhans, Geschäftsführer der Orania Bewegung, ist vor kurzem von einer Europäischen Besuchstour zurückgekehrt, wo unter anderem auch Freunde in Flandern besucht wurden. Die “Vrienden van Zuid-Afrika” haben bei der Gelegenheit eine Schenkung von 1400 Euro an die Orania Bewegung gemacht. Wir sind dankbar für jeden Freund im Ausland der uns hilft und unterstützt!

Südafrika: Die Geister die ich rief…

Südafrika: Siegerjustiz

Es häufen sich Vorbilder von etwas, was man nicht anders als Siegerjustiz bezeichnen kann und was den Weissen, speziell den Afrikaanern zeigen soll, dass sie sich ja benehmen sollen und dankbar sien können, noch geduldet zu werden. Solches wird wörtlich von Politikern geäussert. Auch die Justiz folgt dem politischen Wind und bestraft Fälle von Rassismus (was immer gleichbedeutend mit Weissem Täter und schwarzem Opfer ist) unverhältnismässig hart, selbst oder gerade wenn es nur eine Beleidigung ist. Rassismus wird verurteilt, aber es kann nicht angehen, das mit zweierlei Mass gemesse und verschieden nach Rasse bestraft wird.
Vor kurzem wurde Vicki Momberg aus Durban zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie, nachdem sie von Schwarzen überfallen worden war, bei der Polizei in einem Zustand von Wut und emotionaler Erschöpfung mehrmals das Schimpfwort “Kaffer” schrie. Eine Geldstrafe oder Gemeinschaftsdienst wären angemessen gewesen und hätten eine klare Botschaft ausgestrahlt, aber es musste Gefängnis sein. Noch dazu heisst Gefängnis in Südafrika, gerade wenn es sich um Weisse handelt, eine tägliche Schikanierung durch Mithäftlinge.
2 Weisse Beamte beim Justizministerium, die auf Facebook über einen schwarzen Kollegen gelästert und diesen als Affen bezeichnet hatten, wurden sofort entlassen.
Im starken Kontrast dazu steht der Fall eines schwarzen Oberst der Armee, der gesagt hatte, “Weissen sollten die Augen ausgestochen und die Zungen abgeschnitten werden”. Er bekam weder eine Strafe noch wurde er entlassen, sondern er wurde lediglich von seinem Vorgesetzten ermahnt.
Auf Facebook finden sich regelmässig die übelsten Beleidigungen und Hasstiraden gegen Weisse und speziell Afrikaaner und es geschieht selten etwas, oft will nicht einmal Facebook den Verursacher verbannen. Anders herum können Beleidigungen von Schwarzen auf Facebook oder anderswo zu Verurteilungen mit harten Strafen, Angriffen, Entlassungen und sozialer Isolation führen.
Es geht hier nicht darum, etwas zu rechtfertigen oder zu relativieren. Alle oben genannten Fälle sind falsches Benehmen und gehören geahndet. Es geht aber darum, das bei rassistischen Äusserungen ein Weisser härter bestraft wird als ein Schwarzer, oder das einfach negiert wird, das es schwarzen Rassismus gibt.
Die Menschenrechtskommission, die eigentlich das Ziel der Versöhnung und des Ausgleichs hat und alle Fälle von Diskriminierung untersuchen muss wenn eine Klage vorliegt, ist sehr schnell und effektiv, wenn der Kläger schwarz und der Angeklagte weiss ist. Andersherum arbeitet man im Schneckentempo und zähneknirschend oder gar nicht und es muss oft nachgefragt werden, was aus der Klage geworden ist. Die Afrikaanerorganisation Afriforum hat viele solche Fälle von unterschiedlichem Arbeitseifer und –tempo der Menschenrechtskommission aufgelistet.
Es ist, als ob nach dem Antrag im Parlament auf entschädigungslose Enteignung die Schlinge noch einmal fester gezogen wird. Der Antrag stellte es auch kategorisch, das weisse Südafrikaner “kolonialistische, rassistische Siedler” seien. Der neue Präsident Cyril Ramaphosa hätte die Euphorie und die Authorität des neuen Amtes nutzen können, zumal er als Erbe Mandelas gepriesen wurde, um wieder zu Versöhnung und gegenseitigem Respekt aufzurufen und den Wert einer produktiven und gut ausgebildeten Minderheit zu betonen, was sogar Präsident Zuma kurz nach seiner Amtseinführung gemacht hatte.

Karikatur von Jerm (Jeremy Nel) von Maroela Media

 

Südafrika: Die Geister die ich rief…

Es ist, als ob der Schwanz mit dem Hund wedelt, nämlich die 6% Partei EFF (Economic Freedom Fighters) mit dem allein regierenden ANC (African National Congress), vor allem, seit der ANC den EFF- Parlamentsantrag zur entschädigungslosen Enteignung der Weissen mittrug. Präsident Ramaphosa versicherte allen, das der Prozess ordentlich und ohne der Wirtschaft zu schaden, und mit viel Konsultation, ablaufen solle.

Die EFF ergriff allerdings sofort die Initiative (wie üblich ohne Respekt für das Gesetz) und stachelte zahlreiche Arme zu Landbesetzungen an verschiedenen Stellen des Landes auf, vor allem in der Nähe der grossen Städte. Der ANC probierte dies zu verhindern und Ramaphosa verdammte es als ungesetzlich. Wer soll aber noch Ehrfurcht vor einem Gesetz haben, das die Regierung selbst abschaffen will? Nahe der Stadt Welkom kam es auch zu Handgreiflichkeiten, weil EFF-Anhänger Land besetzten, das der ANC-Bürgermeister seinen Anhängern versprochen hatte. Mit diesen Landbesetzungen will die EFF den Druck auf den ANC erhöhen, nicht wieder kalte Füsse zu bekommen und vielleicht mit einem Kompromisvorschlag zu kommen, der auch für weisse Farmer tragbar wäre.

EFF Demonstration

 

Orania: 30. Geburtstag der Orania Bewegung

Der Ort Orania als erster Afrikaaner-Wachstumspunkt und Beginn eines Afrikaaner-Staates oder Gebietes entstand nicht einfach von selbst. Um für die Afrikaaner einen eigenen Volkstaat zu Stande zu bringen, wurde am 21. März 1988 die Afrikaner-Vryheidstigting (Avstig) von prof. Carel Boshoff und anderen Intellektuellen aus dem Umfeld des Südafrikanischen Büros für Rassenangelegenheiten (SABRA) und der Afrikaaner-Volkswag gegründet. Avstig verkündete die Idee einer Konzentration von Afrikaaner-Pionieren im dünn besiedelten Nordwest-Kap (damals noch keine eigene Provinz) nach dem Vorbild von Israel, mit vor allem dem Prinzip der eigenen Arbeit, und gebaut auf Christlicher Basis, woraus später ein Staat entstehen könne.

Avstig war in gewisser Weise die “Zionistenbewegung” der Afrikaaner und warb um Unterstützung für dieses grosse Projekt. Es sollte allerdings nicht nur Theorie bleiben, sondern es wurde ein geeigneter Ort gesucht, wo man dieses in die Praxis umsetzen konnte. Das verlassenene Bauarbeiterkamp Orania wurde 3 Jahre nach der Gründung von Avstig Anfang 1991 gekauft und eingeweiht. Der Name Avstig wurde später zu Orania Bewegung verändert. Orania Bewegung konnte nicht nur als einige der wenigen damals gegründeten Afrikanerorganisationen fortbestehen, sondern auch wachsen was Relevanz, Einfluss und Mitgliederzahlen betrifft.

Aus Anlass des 30. Geburtstag fand ein formeller Empfang im Bankettsaal am Ufer des Oranje statt. Carel Boshoff, Präsident der Orania Bewegung und Sohn des Gründerpaares prof. Carel und Anna Boshoff, hielt die Festrede. Danach gab es verschiedene Heiltrunke und kurze Ansprachen. Der bekannte Pianist Benjamin Fourie sorgte für die nötige kulturelle Erbauung mit Werken von Beethoven, Chopin, Hubert du Plessis und anderen und für das leibliche Wohl sorgte ein reiches Käse- und Weinbuffet.

Carel Boshoff

 

Orania: Rosenkowitz-Sechsling Spezialtisch an das Kultur-Historische Museum geschenkt

1974 war die Geburt eines Sechslings, des einzigen in Südafrika bisher, eine
grosse Neuigkeit. Die Sechslinge wurden dem Rosenkowitz-Ehepaar in Kapstadt geboren. Die Eltern gaben einen speziellen Tisch mit sechs daran befestigten Stühlen in Auftrag und der Afrikaanse Möbelmacher Gert van Wyk aus Pietersburg fertigte diesen aus hartem Buschveld-Holz.

Vor ein paar Wochen meldete sich die Mutter des Sechslings, Susan Wilson (vorher Rosenkowitz) bei der Orania Bewegung. Weil sie umzog und keinen Platz mehr habe, würde sie gerne das berühmte Tisch- und Stühle-Set dem Museum schenken, wenn Interesse bestünde. Der Kurator des Museums, Jan Joubert, wusste sofort Bescheid, als er “Rosenkowitz- Sechsling” hörte und die Sache wurde ins rollen gebracht. Frau Wilson kam mit dem Set hier an und mit einer Zeremonie, wozu natuerlich auch Oranias beruehmte Koeksisters gehoerten, wurde das Tisch und Stühle Set übergeben und ist nun in Orania’s Kultur-Historischem Museum zu bestaunen. Obwohl nicht speziell Afrikaaner-Erbe, ist es Teil des Südafrikanischen Erbes und wird bewahrt, woe s in zahlreichen anderen Museen leider oft passiert, das wertvolle Stücke einfach verschwinden oder beschädigt werden.

Carel Boshoff, Susan Wilson, Jan Joubert

 

Orania: CVO- Schüler besuchen Europa

Eine Gruppe Schüler der CVO-Schule von Orania ist vor kurzem von einer 2 wöchigen Studientour nach Europa zurückgekehrt. Der Sinn der Tour war, die Schüler mit der Kultur und Geschichte der Stammländer der Afrikaaner vertraut zu machen. Sie lernten auch zahlreiche langjährige Freunde und Unterstützer Oranias und der Afrikaaner kennen. Die Tour begann in den Niederlanden, ging dann nach Flandern, quer durch Deutschland, mit einen kurzen Abstecher nach Österreich, dann für ein paar Tage nach Süd-Tirol und schloss mit Verona und Venedig in Nord-Italien.

Es war ein volles Programm, mit Besichtigungen von verschiedenen Sehenswürdigkeiten um die europäischen Geschichte zu verstehen, Besuche von Parlamenten und Gemeinschaften, um mehr über die demokratischen Instanzen zu lernen, und es gab auch zahlreiche gesellige Zusammenkünfte mit traditonellem Essen, Trinken und Musik. Die Schüler haben lange dafür gespart und gearbeitet und es war ein unvergessliches Erlebnis und für die meisten das erste Mal ausserhalb Südafrikas. Jaco Kleynhans, Chef der Orania Bewegung, war der Organisator und Tourleiter und 2 Elternpaare waren mit von der Partie.

Die CVO-Gruppe am Flughafen Johannesburg

 

Bitte unterstützen Sie die Orania-Bewegung und die Afrikaner-Gemeinschaft von Orania

Dank unserer Mitglieder in Südafrika und Übersee haben Orania und die Orania-Bewegung viel zur praktischen Selbstbestimmung beigetragen. Die Orania-Bewegung fördert das Ideal einer Heimat für Afrikaaner durch Selbständigkeit, Eigenarbeit, Bewahrung unserer Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise.

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©2018 Orania Beweging | Posbus 27, Orania, 875

Spezieller Infobrief der Orania Bewegung. März 2018

Liebe Freunde,

wegen dramatischer Ereignisse in Suedafrika, was bereits im letzten Newsletter angedeutet wurde, hier mehr dazu als spezieller Newsletter

Enteignung ohne Entschädigung in Südafrika

Der mit viel Lob bedachte neue Präsident des African National Congress (ANC) und Südafrikas, Cyril Ramaphosa, von dem wirtschaftliche Reformen und eine Bekämpfung der Korruption und ausufernden Kriminalität erwartet wurden, wird nun in die Geschichte eingehen als der Präsident, der Südafrika vernichtet hat nach dem Vorbild von Zimbabwe.

Ramaphosa kündigte kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten des ANC an, das er sich zum Prinzip von “Enteignung von Grund und Boden ohne Entschädigung” bekenne, was seine Partei auf ihrem letzten Kongress beschlossen hatte. Er bestätigte dies auch wieder kurz nachdem er Präsident des Landes geworden war. Sollte irgendwer noch Zweifel haben, das Ramaphosa und der ANC es erst meinten, so wurde der letze Zweifel aus dem Weg geräumt, als am 27. Februar der ANC und ander kleinere Parteien einen Antrag der linksextremen und vom ANC abgespaltenen Economic Freedom Fighters (EFF) unterstützen, Grund und Boden entschädigungslos zu enteignen, da dieser “von weissen, kolonialen Siedlern den Schwarzen gestohlen” sei und dem Staat gehöre, der dies zu besitzen und zu verwalten habe. Dafür müsste Artikel 25 des Grundgesetzes geändert werden, wofür mit ANC, EFF und kleineren Schwarz-nationalistischen Parteien mehr als genug Stimmen für die 2/3 Mehrheit zusammenkommen. Nur die Democratic Alliance (DA), Freedom Front (FF), African Christian Democratic Party (ACDP) und Congress of the People (COPE) stimmten gegen den Antrag.

Die Regierung und Julius Malema, Chef der EFF, probieren nun zu beschwichtigen und sagen, der Prozess solle ordentlich verlaufen, niemanden benachteiligen und für alle Südafrikaner von Vorteil sein. Es solle Wirtschaft und landwirtschaftliche Produktion nicht benachteiligen und nichts überstürzt werden, sondern mit ausreichend Konsultationen bis Ende August, wenn das Grundgesetz geändert werden soll, stattfinden. Jede Kritik wurde als irrationeller Alarmismus abgekanzelt. Wie man angesichts entschädigungsloser Enteignung ruhig bleiben soll, und wie dies nicht Wirtschaft und Kostproduktion benachteiligen soll, weiss wohl nicht mal Malema selber. Es scheint, das Südafrika nichts, aber auch gar nichts aus Zimbabwe oder anderen kommunistischen Experimenten gelernt hat. Es drängt sich der Verdacht auf, das es nicht darum geht, landlosen Schwarzen Boden zu verschaffen, sondern darum, die weissen Farmer zu vertreiben und alles Eigentum in Staatsbesitz zu überführen, da selbständige Unternehmer ein Dorn im Auge eines Staates sind, der Macht und Besitz in seinen Händen konzentrieren will. Das Narrativ des “weissen Bodendiebstahls seit Jan van Riebeek” wird vorgeschoben, damit der Staat den Boden enteignen kann. Wie in Zimbabwe gesehen, bekommen die armen Kleinbauern, für die sich die Regierung angeblich einsetzt, nichts davon, im Gegenteil, sie verlieren auch noch ihre Arbeit wenn die weissen Farmer enteignet werden.

Bisher galt das System des freien Marktes von gewilligem Käufer und gewilligem Verkäufer. Der Staat hat schon etliche Farmen gekauft und besitzt bereits ein Drittel von Südafrikas Grund und Boden sowie alle Rechte auf Mineralien und Wasser, aber nur sehr wenige Farmen sind an schwarze Eigentümer übertragen worden, sondern bleiben einfach im Staatsbesitz. Die wenigsten Schwarzen wollen Farmer sein und Südafrika ist dabei, rasant zu verstädtern. Wenn Schwarze Nutzniesser von Farmankäufen die Wahl zwischen Geld oder Boden haben, wird fast immer Geld gewählt und selbst dort, wo die Farmen übertragen worden sind, verfallen diese und werden dann oft wieder an weisse Farmer verkauft, die von vorne anfangen.

Es geht hier allerdings nur vordergründig um Farmen, sondern vielmehr um Eigentum insgesammt. Wenn Artikel 25 des Grundgesetzes geändert wird, ist die Tür offen das alles, wie in kommunistischen Ländern, dem Staat gehört und nur noch gepachtet werden kann. Das ist die Version des EFF und auch im ANC sehen viele das als Ziel an. Südafrika braucht dringend Investitionen, sowohl aus In- und Ausland, und ohne Eigentumsicherheit werden auch die letzten Investoren sich zurückziehen. Was das für die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit von um die 30% bedeutet, dürfte klar sein. Aber selbst wenn es “nur” die weissen Farmer betreffen würde, dann können grosse Teile des ländlichen Raumes dichtmachen, wo direkt und indirekt alles an der Landwirtschaft hängt.

Die Regierung hat bis zum 30. August 2018 Zeit gegeben für Beratungen mit allen Interessenten. Alles muss nun getan werden, um diesen Wahnsinn zu verhindern oder wenigstens abzumildern. Der ANC hält sich für unfehlbar und sieht sich gerade im Ausland als der strahlende und von allen bewunderte Held, der die Schwarzen befreit hat. Bisher hat Europa wenig getan, diese Illusion zu zerstören. Zuma wurde kritisch gesehen, aber Ramaphosa wurde wieder als “Erbe Mandelas” gehuldigt. Proteste vor der Südafrikansichen Botschaft, Briefe an Südafrikanische Regierungsinstanzen, Beschwerden an die Botschaften Südafrikas seitens Regierungen und Firmen die in Südafrika involviert sind können helfen, die Südafrikanische Regierung zur Vernunft zu bringen und von ihrem gefährlichen Kurs abzubringen. Europa hat viele wirtschaftliche Interessen und wird auch bedroht von Enteignungen. Noch ein Afrika-Land das in Chaos verfällt und noch eine Minderheit, die ihres Eigentums beraubt wird, weil sie die Sündenböcke für alles sind, kann niemand haben wollen. Helfen Sie uns bitte.

Hier der Antrag des EFF, mit Änderungen des ANC wie am 27. Februar 2018 im Südafrikansichen Parlament gestellt (in Englisch):

The original motion:
Draft resolution (Mr JS Malema): That the House —
notes that South Africa has a unique history of brutal dispossession of land from black people by the settler colonial white minority;
further notes that land dispossession left an indelible mark on the social, political and economic landscape of the country, and has helped design a society based on exploitation of black people and sustenance of white domination;
acknowledges that the African majority was only confined to 13% of the land in South Africa while whites owned 87% at the end of the apartheid regime in 1994;
further acknowledges that the current land reform programme has been fraught with difficulties since its inception in 1994, and that the pace of land reform has been slow with only 8% of the land transferred back to black people since 1994, and that the recent land audit claims that black people own less than 2% of rural land, and less than 7% of urban land;
recognises that at the centre of the present crisis regarding the resolution of the land question is section 25 of the Constitution, the „property clause“, which protects private property rights, and requires of the State to pay compensation when expropriating land in the public interest and for a public purpose further recognises that this property clause makes it practically impossible for those dispossessed of their land to get justice for injustices perpetrated against them;
acknowledges that in his State of the Nation Address, President Ramaphosa made a commitment that government will embark on a radical land reform programme that entails expropriation of land without compensation;
further acknowledges that any amendment to the Constitution to allow for land expropriation without compensation must go through a parliamentary process as parliament is the only institution that can amend the constitution.
establishes an ad hoc committee, in terms of Rule 253 (l)(a), the committee to:
– Review and amend section 25 of the Constitution to make it possible for the state to expropriate land in the public interest without compensation;
– Conduct public hearings to get the views of ordinary South Africans, policy makers, civil society organisations and academics, about the necessity of, and mechanisms for expropriating land without compensation;
– Propose the necessary constitutional amendments with regards to the kind of future land tenure regime needed, and to the necessity of the State being a custodian of all South African land,
– consist of 11 members, as follows: ANC 6, DA 2, EFF 1, and other parties 2;
– exercise those powers in Rule 167 that may assist it in carrying out its task; and
– Report back to the National Assembly by no later than 11 May 2018.

The amendment moved by ANC and agreed to by the EFF:
Amendments to be moved by the ANC to the motion by Mr J S Malema
1. That paragraph 6 of the motion be amended as follows:
„Recognises that the current policy instruments, including the willing buyer willing seller policy, and other provisions of section 25 of the Constitution may be hindering effective land reform.“
2. Delete paragraph 7 of the motion as printed on the Order Paper.
3. Substitute paragraph 8 of the motion with the following:
„notes that in his State of the Nation Address , President Cyril Ramaphosa, in recognizing the original sin of land dispossession, made a commitment that Government would continue the land reform programme that entails expropriation of land without compensation, making use of all mechanisms at the disposal of the State, implemented in a manner that increases agricultural production, improves food security and ensures that the land is returned to those from whom it was taken under colonialism and apartheid and undertake a process of consultation to determine the modalities of the governing party resolution.“
4. Amend paragraph 10 as follows:
„with the concurrence of the NCOP instructs the Constitutional Review Committee to
a. review section 25 of the Constitution and other clauses where necessary
b. after the word „amendments“ to insert „where applicable“ and delete all the words after „needed“.
c. delete sub-paragraphs (c) and (d)
d. amend the date for reporting to the Assembly to „30 August 2018″.“

Malema 3

Julius Malema

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Südafrika: Cyril Ramaphosa wird neuer Präsident

Schneller als erwartet drängte der im Dezember neugewählte Präsident des ANC, Cyril Ramaphosa, Amtsinhaber Jacob Zuma aus dem Amt des Präsidenten des Landes. Zuma hätte regulär noch bis 2019 Präsident sein können, aber nach immer mehr Korruptionsanklagen und auch schwacher Führung war er nicht mehr tragbar. Es ging erst vordergründig um die Ehre, wer die prestigeträchtige “State of the Nation Address” zur Parlamentseröffnung halten würde. Ramaphosa wollte nun die ganze Macht und gleich mit dem richtigen Auftakt beginnen.

Etwa eine Woche wurde zwischen Zuma und Ramaphosa hinter verschlossenen Türen über die Zukunft des noch-Präsidenten verhandelt. Zuma war bereit, Mitte des Jahres abzutreten, wahrscheinlich um seine Macht und Immunität zu nutzen, um so viel wie möglich seiner Schafe ins Trockene zu bringen, aber das Exekutivkommitee des ANC hatte dafür keine Geduld mehr und forderte seinen sofortigen Rücktritt. Zuma weigerte sich erst und spielte die verfolgte Unschuld und sagte, er wisse nicht, was man ihm vorwerfen würde und was er falsch gemacht habe. Ramaphosa war bereit, es auf ein Misstrauensvotum im Parlament ankommen zu lassen, was eine grosse Demütigung für Zuma geworden wäre (mit grossen Teilen des ANC’s, nun auch der Parteiführung und der gesammten Opposistion gegen ihn, gab es keine Möglichkeit, ein Misstrauensvotum zu überleben) und Zuma gab dann einen Tag vorher klein bei und trat zurück. Ramaphosa wurde stracks zum Präsidenten gewählt und bekam erstmal von den Medien und sonstigen Meinungsformern kräftig Vorschusslorbeeren.

Die Hatz auf Zuma und seine korrupte Seilschaft, seine Familie und vor allem die Indische Gupta-Familie, ging sofort los. Ob es um die Bekämpfung der Korruption geht oder um das loswerden von Feinden sei dahingestellt, jedenfalls ging erstmal ein Aufatmen durchs Land. Ein frischer Wind fegte den Mehltau unter Zuma hinweg, so mutete es an. Natürlich kann ein Filz, der sich über Jahrzehnte gebildet hat (und der auch schon lange vor Zuma anfing), nicht im Handstreich beseitigt werden, und auch Ramaphosa muss klug taktieren, um nicht die falschen zu treffen, die er noch braucht. Kurz nach der Machtübernahme bildete Ramaphosa Zumas Kabinett um und brachte ein paar fähige, aber für Zuma zu unabhängig agierende Minister wie Pravin Gordhan, Nhlanhla Nene und Trevor Manuel zurück, aber musste auch Zuma-Lojalisten behalten, um keinen Aufstand zu provozieren, zum Beispiel David Mabuza, der zum Vize-Präsidenten ernannt wurde, was einige Verwunderung und Sorge hervorrief.

Ein Schreck kurz nach der Machtübernahme, vor allem für die Weisse Minderheit, war die Ankündigung Ramaphosas, die entschädigungslose Enteignung von Grund und Boden Teil seiner Politik zu machen, wie es die Partei gefordert hatte. Zwar wurde dieser Schock etwas abgemildert mit Rhetorik das dies ordentlich und immer mit Rücksicht auf die Wirtschaft (also nicht a la Zimbabwe) geschehen sollte, aber für die ohnehin verunsicherten Farmer und Investoren war es nicht das, was sie höhren wollten.

Aus Sicht der Leistungsträger ist ein Präsident, der sich persönlich bereichert und sonst wenig macht sogar besser als einer, der konsequent sozialistische Politik ausführt. Erstmal folgten die meisten Südafrikaner, auch die Weissen, den Lobpreisungen auf Ramaphosa. Es wird oft erwähnt, das Ramaphosa ein erfolgreicher Geschäftsmann ist, aber vergessen, das er seinen Reichtum vor allem der vollen Ausnutzung seiner Kontakte und der Politik des “Black Economic Empowerment” verdankt, und das seine Macht und sein Emporkommen aus dem sozialistischen Gewerkschafts-Dachverband Cosatu herrührt.

Vor Kurzem (am 28. Februar) schockte der ANC das Land, vor all
em die Weissen, als die Partei den Antrag der kommunistischen Economic Freedom Fighters (EFF), Grund und Boden ohne Entschädigung zu enteignen, da dieser gestohlen sei und dafür das Grundgesetzt zu ändern, mittrug. Der Weg zu einem Zimbabwe-Scenario scheint nun offen zu sein. Mehr dazu im nächsten Newsletter.
Mehr zum Thema auf Oraniablog (in Afrikaans): http://www.oraniablog.co.za/moet-op-prinse-nie-vertrou-nie/

Ramaphosa

Cyril Ramaphosa

Orania: Die Gemeinschaft ist selbst verantwortlich für ihre Sicherheit

Mit den erschreckend häufigen Morden und Angriffen, vor allem auf Farmer, wird es zunehmend die Verantwortlichkeit der Gemeinschaften, ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen. Letze Woche kamen verschiedene Interessengruppen, darunter Orania Sicherheitsdienste, Afriforum und andere private Sicherheitsdienste, die südafrikanische Polizei und anti-Wildereiorganisationen in Orania zusammen, um selbst die Verantwortung für die Sicherheit in der oberen Karoo zu übernehmen. Dieses findet statt unter der Schirmherrschaft von Projekt Nehemia und wird koordiniert von dem bekannten General Roland de Vries.

Informations- und operationelle Gruppen arbeiten zusammen um Kriminalitätsherde zu identifizieren. Eine Gemeinschafts-Sicherheitseinheit wurde gegründet, um die Gemeinschaft zu ermächtigen und zu befähigen, um bei der Bekämpfung von Kriminalität zu helfen. Farmpatroullien und Nachbarschaftswachen sind Teil dieser Ermächtigung, und durch gute Kommunikationsnetzwerke, Befehls- und Kontrollstrukturen wird Kriminalität bekämpft. Alle Organisationen sind legitim, registriert und professionell. Es gibt auch gute Kooperation mit der südafrikansichen Polizei.

Die Orania Sicherheitsdienste (OVD) haben vor kurzem ihre Kommunikationskapazität stark ausgebreitet mit der Errichtung eines neuen 26 Meter hohen Radiomasten, der Teil von der Festigung von Afriforums Sicherheitsinfrastruktur für die südliche Landeshälfte in Orania ist. Weitere Entwicklungen werden folgen. Kommunikation in der weiteren Umgebung wird durch diesen Radiosender sehr verbessert.

OVD

General Roland de Vries (ganz links, stehend) und sein Team

Radio Orania schreitet voran

Radio Orania ist im April diesen Jahres 10 Jahre lang aus Sendung – eine lange Zeit wenn man bedenkt, das die Radiostation nur von Freiwilligen getragen wird. Kein Unwetter hält die Freiwilligen davon ab, ihren Beitrag zu machen, so das die Gemeinschaft durch das Radio Nachrichten, aktuelle Themen, Gottesdienst-, Literatur-, Wissenschafts-, Musik-, Diskussions- und Entspannungsprogramme erhält.

Am Anfang des Jahres ist Annatjie Joubert als neue Radiomanagerin angestellt worden. Wir wünschen Annatjie allen Erfolg und bedanken uns bei ihrer Vorgängerin Hester van Zyl für die hervorragende und aufopferungsvolle Arbeit, sowie bei allen Freiwilligen, die Radio Orania weiterhin fortbestehen lassen. Zwar ist Radio Orania nur eine lokale Station mit einer Reichweite von 50 Kilometern, aber Unterstützer können auf der Facebookseite Radio Orania unterstützen und folgen.

Radio Orania

Orania veranstaltet Rugbytour nach Amerika

Die Bo-Karoo Gazellen planen eine Rugbytour für ein gekombiniertes unter 18 7er Rugbyteam nach Dallas/Texas in den Vereinigten Staaten von Amerika für einen internationalen Wettkampf von 7er Rugbyteams. Die Tour findet statt unter der Schirmherrschaft der Bo-Karoo Sportföderation, einer Initiative aus Orania und Teil des Ausbildungskampusses im Werden, um für junge Leute Teilnahme an nationalen und internationalen Sportereignissen zu ermöglichen.

Sport und gerade Rugby hat in Südafrika schon immer einen hohen Stellenwert und Sportwettbewerbe bieten Orania-Kindern die Gelegenheit, sich zu messen und ihre Gemeinschaft mit Selbstvertrauen zu repräsentieren. Sport kann auch eine Laufbahn werden und zahlreiche junge Südafrikanische Sportler haben durch Teilnahme an solchen Wettbewerben in den USA ein Stipendium einer Amerikanischen Universität bekommen.

Der Wettbewerb in Dallas findet vom 25. Juni bis 3. Juli statt und ausser Rugby gibt es auch verschiedene Ausflüge um Texas besser kennenzulernen. Wir sind den Sponsoren, die diese Erfahrung für unsere Orania-Jugend ermöglichen, dankbar.

Bo-Karoo sport

Volkstaat-Gründer feiert seine Gnadenhochzeit

Der nach prof. Carel Boshoff wohl wichtigste Begründer der Afrikaaner-Vollkstaatidee, dr. Chris Jooste und seine Frau Marianne haben vor kurzem ihre Gnadenhochzeit (70 Jahre verheiratet) gefeiert. Ihre Hochzeit war am 24. Januar 1948 (als noch General Jan Smuts Premierminister war!). Das Ehepaar hat 7 Kinder, 21 Enkel und 6 Urenkel.

Dr. Jooste war viele Jahre Vorsitzender des intellektuelen “think tanks” SABRA (Südafrikanisches Büro für Rassen-Angelegenheiten) und einer der Vordenker des Konzepts eines selbständigen Afrikaanerstaates in der Westhälfte des Landes. Er war auch Gründungsmitglied der Afrikaaner-Vryheidstigting (AVSTIG). Während prof. Boshoff derjenige war, der im Vorgrund stand und überzeugen konnte und der die politische Leitung nahm, war dr. Jooste der Wissenschaftler im Hintergrund, der Grundgesetze, Reporte und Bücher schrieb und Karten entwarf. Es ist Personen wie ihm, mit einer langfristigen Perspektive, zu verdanken das Orania auf ein starkes Fundament aufgebaut ist. Er und seine Frau lebten auch einige Jahre in Orania, mussten aber vor ein paar Jahren aus Gesundheitsgründen in ein Altersheim in Stellenbosch, in der Nähe ihrer Kinder, ziehen.

dr. Jooste

Dr. Chris und Marianne Jooste

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Südafrika: Konflikt und Gewalt um Unterricht

Afrikaans ist der Regierung schon lange ein Dorn im Auge, denn es steht im Weg eines zentralisierten, Englischsprachigen, ideologischen Staates. Muttersprachlicher Unterricht hat sich immer wieder als erfolgreich bewiesen, und Afrikaanse Schulen sind die besten im Land und liefern jährlich die höchsten Abiturnoten und die besten Abiturienten. Südafrika hat offiziell 9 Amtssprachen, aber in der Praxis wird Englisch zur einzigen Sprache. Das fadenscheinige Argument der Regierung und ihrer Instanzen ist immer, das Afrikaans zu Separierung fuhrt, und das Englisch alle Rassen und Völker vereinigt. Deswegen muss alles Afrikaans in der Öffentlichkeit vernichtet werden.

Ende letzten Jahrer erlitt Afrikaans eine herbe Niederlage, als das Verfassungsgericht beschloss, das die Universität von Bloemfontein, traditionell Afrikaans und seit vielen Jahren Englisch- und Afrikaanssprachig, Afrikaans ganz abschaffen muss. Dieser Schritt wurde von der Universitätsleitung schon vorher im vorauseilenden Gehorsam vorgeschlagen, wogegen die Afrikaner-Bürgerrechteorgansiation Afriforum klagte, weil so etliche Afrikaanssprachige Studenten von ihrem konstitutionellen Recht auf tertiären Unterricht in ihrer Muttersprache entnommen werden. Das Gericht folgte dem Argument, das angebliche Integration durch Englisch wichtiger sei als das Recht auf die eigene Sprache.

Auch auf sekondärer Ebene, wo die Schulen, anders als die Universitäten, eine Teilautonomie haben, probiert der Staat immer stärker, Afrikaanse Schulen zu zwingen, Englisch u werden. Eine Taktik dabei ist, schwarze Schüler in Afrikaanse Schulen einzuschreiben, selbst wenn es in unmittelbarer Nähe Englischsprachige Schulen gibt, um die Schulen so zu zwingen, für ein paar Schüler zweisprachig und dann Englisch zu werden. Wenn die Schulen sich weigern (oft wegen Überfuellung, da Afrikaanse Schulen immer weniger werden und deshalb Afrikaanse Kinder von anderen Orten dorthin kommen), wird die übliche Apartheid/Rassismus-Keule geschwungen.

Im Fall der Höheren Schule Overvaal in Vereeniging (Gauteng) hatte der aktivistische Kultusminister Panyaza Lesufi das oberste Gericht in Pretoria angerufen, um die Schule zu zwingen, 55 Englischsprachige Schüler aufzunehmen. Das Gericht entschied ausnahmsweise zu Gunsten der Schule, und gleich darauf wurde der Streit mit Gewalt fortgeführt: radikale Schwarze demonstrierten vor der Schule und schüchterten Kinder und Eltern ein und mussten von der Polizei gestoppt werden, als sie die Schule demolieren wollten. Inzwischen gab es Gespräche von Repräsentanten der Schule mit der nationalen Unterrichtsministerin Angie Motsheka, die die Situation beruhigen sollen. Motsheka hat Demonstrationen verboten, aber ohne Erfolg. Die Lage eskaliert weiter, mit über 1000 Demonstranten (am 25. Januar) von den ublichen radikalen Organisationen und Parteien, die die Schule, die zeitweise geschlossen werden muss, vernichten wollen.

Das Südafrikanische Unterrichtssystem ist erwiesenermassen schlecht, aber statt die Energie für Verbesserungen anzuwenden, wird das, was noch funktioniert, wie die Afrikaansen Schulen (die keinesfalls exklusiv weiss sind), angegriffen. Gleichheit auf der untersten Ebene durch Vernichtung dessen, was funktioniert, ist für linksradikale Organisationen das Ziel, nicht Verbesserung der Umstände.

Video zu den Prosten bei der Overvaal Schule in Vereeniging:
https://www.youtube.com/watch?v=88evEPbzkUc

Overvaal

Orania: Volk-staatbetoog von Carel Boshoff

Jedes Jahr Anfang Januar schreibt Carel Boshoff, Präsident der Orania Bewegung, den “Volk-Staat-betoog” (Argumentation für den Volkstaat), gerichtet an Meinungsformer unter Afrikaanern. Der “Volk-staat betoog” ist eine tiefgehende Analyse der Ereignisse des abgelaufenen Jahres im Hinblick auf die Afrikaner und Orania, und was die Zukunft an Herausforderungen und Gelegenheiten bietet.

2018 ist auch das Jahr in dem die Orania Bewegung 30 Jahre alt wird (1988 gegründet als Afrikaner- Vryheidstigting) und Boshoff verwies auf die damaligen Ereignisse, Debatten und Pläne. Die Erwartungen seitens der Afrikaner-Vryheidstigting waren damals, das ein Afrikanerstaat oder outonomes Gebiet mit der Regierung der Nationalen Partei, und danach mit dem ANC durch Verhandlungen erreicht werden kann. Andererseits war territoriale Selbstbestimmung damals ein Gedanke, der wenig Ünterstuetzung fand und als obsolet galt, auch unter Afrikaanern (Buren), die stattdessen ihre Hoffnungen auf individuelle Rechte des neuen Grundgesetzes setzten.

30 Jahre später ist die Situation fast umgekehrt: ein territoriales Gebiet für Afrikaaner auf dem Verhandlungsweg scheint weit weg, andererseits sind viele Afrikaaner enttäuscht von der politischen Entwicklung und haben ihr Vertrauen in das Grundgesetz und die Regierung verloren und sehen Selbstbestimmung, Selbständigkeit, eigene Institutionen, Lokalismus und demographische Konzentration als Lösungen an. International ist auch eine Verschiebung merkbar: nach über 20 Jahren von schwarzer Regierung ist der blinde Glaube an “das neue Südafrika für alle” herber Enttäuschung mit den Realitäten von Korruption, Gewaltkriminalität, Diskriminierung gegen Minderheiten, Machtzentralisierung, schlechter Wirtschaft und schlechter Politik gewichen. Das, wofür Orania steht, wird mittlerweile immer mehr als erstrebenswert und praktisch ausführbar angesehen.

Die Politik der Regierung, vor allem gegenüber den Afrikaanern als kleiner Minderheit, wird sich auch unter einem Präsidenten Cyril Ramaphosa nicht wesentlich ändern und Gerichtsurteile in letzter Zeit haben auch bewiesen, das die Gerichte nicht die Rechte der Afrikaaner-Minderheit, etwa auf Afrikaanssprachigen Unterricht gegenüber der herrschendden Ideologie von “Nation building in English” durchsetzen.

Aber die Realität ist auch, das der Staat immer mehr verfällt und Gemeinschaften welcher Art und Zusammenstellung auch immer ihre eigenen Enklaven schaffen und weitgehend für sich selbst sorgen. Dieses Spektrum von Enklaven, das auch der bekannte Analyst Frans Cronje vom libralen Institute of Race Relations als Zukunftsszenario sieht, erstreckt sich von sogenannten städtischen “Lebenstil-Gemeinschaften” wie Golf Estates und Privat-Wohngebieten über traditionelle Stammesgebiete bis hin zu selbständigen Kulturgemeinschaften wie Orania. Gerade in der Provinz Nordkap gibt es meherer traditionelle Gemeinschaften, mit denen Orania bereits Kontakte hat. Um Orania’s Rolle und Anerkennung der Selbstbestimmung in der Provinz Nordkap, in Südafrika und auch international zu verstärken ist eines der Ziele der Orania Bewegung für 2018.

Der jährliche “volk-staat betoog” findet auch seinen Wiederhall in den Medien, mit einem Interview von Boshoff im Radio und Artikeln in Zeitungen.

Volk-staat betoog (in Afrikaans) hier: http://www.oraniablog.co.za/die-orania-beweging-se-volk-staatbetoog-vir-2018-n-ope-brief-aan-afrikanerbesluitnemers/

Artikel in Mail& Guardian (in Englisch) hier (die reisserische Überschrift entspricht nicht der Wahrheit und hat auch wenig mit dem Artikel selbst zu tun. Orania hat noch nie seine Hoffnungen auf Politiker gebaut): https://mg.co.za/article/2018-01-18-orania-pins-its-hopes-on-ramaphosa

Carel Boshoff

Carel Boshoff

Afriforum Nachbarschaftspatroullie macht Orania sicher

“Wie schafft ihr es (ohne hohe Zäune) so sicher zu sein?” fragen Besucher, die aus Städten mit hoher Kriminalität kommen, immer wieder. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Konzentrationspolitik und die eigene Arbeit, was verhinderd, das unbefugte Personen Orania betreten und Erkundungen für Überfaelle machen können, wie es sonst überall passiert. Trotzdem braucht Orania auch präventive Aktionen, wie eine Nachbarschaftspatroullie für den Ort und die Umgebung. Angriffe auf Farmen sind zwar in der Provinz Nordkap eher selten, kommen aber vor.

Diese Nachbarschaftspatroullie wird von der Afriforum Zweigstelle Orania koordiniert und dient als die Augen und Ohren der Gemeinschaft, für die Gemeinschaft und durch die Gemeinschaft. Die Nachbarschaftswache verhindert Kriminalität durch sichtbare Patroullierung und Einsammlung von Informationen und arbeitet auch mit Orania’s Sicherheitsdienst und der Polizei in Hopetown zusammen, was den Austausch von Informationen betrifft. Selbst Jugendstreiche und Sachbeschädigung die einfach hingenommen werden, können später zu Kriminalität führen. Viele Freiwillige nehmen an der Nachbarschaftswache teil und werden ausgerüstet mit allem Zubehör wie Leuchtwesten und Funkgeräten. Wir sind den Freiwilligen zu Dank verpflichtet. Gemeinsam machen wir Orania sicher.

buurtwag

CVO-Schule Orania veranstaltet Leichtathletikwettbewerb

Sport ist für Afrikaaner sehr wichtig und spielt bei den Schulen eine prominente Rolle. Die CVO-Schule Orania veranstaltete Ende Januar ihren alljährlichen Leichtathletikwettbewerb gegen verschiedene andere CVO-Schulen aus Bloemfontein, Jan Kempdorp und Vryburg. Die verschiedenen Teams machten sich mit dem dem Singen von anfeuernden Liedern Mut und die Essensstände sorgten für leibliches Wohl. Weitere Leichtatletikwettbewerbe der CVO-Bewegung finden in den nächsten Monaten in anderen Orten in Südafrika statt woran Oranias Schüler auch teilnehmen werden.
Die CVO-Schulen sind christliche, Afrikaanse Privatschulen die es in ganz Südafrika gibt und die ohne Staatliche Hilfe funktionieren, da Eltern und Lehrer ihr bestes für den Fortbestand und Ausbau der Schulen geben.

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Helpende Hand läd bekannte Gastrednerin ein

Helpende Hand ist eine Wohltätigkeitsorganisation der Afrikaner-Organisation Solidariteit und hat auch eine Ortsgruppe in Orania. Diese veranstaltete ein Festessen und lud Yolande Korkie als Gastrednerin ein. Yolande Korkie und ihre Familie waren Missionare im Jemen und wurden von Extremisten entführt.

Yolandie wurde später freigelassen, aber ihr Mann Pierre blieb weiter in Geiselhaft. Gemeinsam mit den Medien appelierte Yolandie an die Entführer, ihren Mann freizulassen und verschiedene Vermittler probierten ihr bestes. Eine Befreiungsaktion mislang und Pierre wurde getötet. Yolande erzählte von ihrer dramatischen und tragischen Zeit in Jemen, die ihren Glauben allerdings auch stärker gemacht hat. Die Erlebnisse sind auch als Buch verfasst mit dem Titel “558 Tage”.

landie Korkie

Yolande Korkie

Bitte unterstützen Sie die Orania-Bewegung und die Afrikaaner-Gemeinschaft von Orania

Dank unserer Mitglieder in Südafrika und Übersee haben Orania und die Orania-Bewegung viel zur praktischen Selbstbestimmung beigetragen. Die Orania-Bewegung fördert das Ideal einer Heimat für Afrikaaner durch Selbständigkeit, Eigenarbeit, Bewahrung unserer Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise.

Wenn Sie einer wachsenden Anzahl von Unterstützern beitreten möchten (und einige Vorteile wie Rabatte auf Unterkünfte, ein Magazin und mehr erhalten), die Orania stärker machen, dann werden Sie Mitglied für nur R50 pro Monat. Besuchen Sie www.orania.co.za und klicken Sie auf Folgendes:

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Orania Movement erreicht Meilenstein mit 5000 Mitgliedern / Neuer elektronischer “Voorgrond”

Die Orania-Bewegung hat kürzlich die Marke von 5000 Mitgliedern überschritten. Besonders 2017 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die Rekrutierung neuer Mitglieder mit einem Zuwachs von etwa 1500 Mitgliedern. Grund genug, mit Champagner und Leckereien zu feiern.

In diesem Jahr wurde das Büro der Orania-Bewegung stark verbessert und überarbeitet, um die Anforderungen einer zweckorientierten, dynamischen Organisation zu erfüllen, die ihrem Ideal noch besser dient. Ein neues offenes Büro, genannt „Oorlogskamer“ (in Anlehnung an den korporativen “war room”) wurde eingerichtet, und auch ein Call-Center für die telefonische Mitgliederwerbung, was wesentlich dazu beitrug, ein neues Mitgliederhoch zu erreichen.

Zusammen mit dem neuen Aussehen der Orania Bewegung ist eine bessere und schnellere Kommunikation. Die neueste Ausgabe des Magazins “Voorgrond” wurde allen Mitgliedern auf elektronischem Wege übermittelt. Mitglieder haben immer noch die Möglichkeit, den “Voorgrond” als gedruckte Version zu erhalten und jeder wurde gebeten, eine der beiden Optionen zu wählen. Die meisten wählten die elektronische Option, auch wegen der langsamen und unzuverlässigen Postdienste in Südafrika.

Auch die Mitarbeiter der Orania-Bewegung feierten im wunderschönen Garten neben dem Büro ihre Weihnachtsfeier. Wir alle blicken mit Dankbarkeit auf ein gesegnetes Jahr zurück.

Wir freuen uns über Ihr Feedback und neue Leser

Wir versuchen unseren Orania Newsletter für unsere Deutschsprachigen Unterstützer zu verbessern. Wenn Sie den Newsletter mögen oder einen Vorschlag haben, wie wir ihn verbessern können, oder wenn Sie das Gefühl haben, dass es Themen gibt, über die Sie mehr lesen möchten, geben Sie uns bitte Feedback unter inligting@orania.co.za.

Wenn Sie Personen kennen, die sich auch für Orania interessieren und unseren Newsletter erhalten möchten, senden Sie bitte ihre Namen und E-Mail-Adressen an inligting@orania.co.za.

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Die Orania Bewegung wuenscht ein gesegnetes Weihnachtsfest

Orania Bewegung erreicht Meilenstein mit 5000 Mitgliedern

Die Orania Bewegung hat in November einen Meileinstein erreicht, nämlich 5000 bezahlende Mitglieder. Vor allem 2017 hat uns viele neue Mitglieder gebracht, es gab ein Wachstum von 35% in diesem Jahr. Das macht von der Orania Bewegung die am schnellsten wachsende, und die viert grösste Afrikaner-Mitgliederorganisation.

Das grosse Wachstum ist verursacht durch das neu konzipierte Freiheiszentrum mit 3 Werbungsagenten und auch sonst einem guten und loyalen Team. Weiterhin hängt es auch mit dem immer besseren Bild von Orania zusammen, was dazu führt, das mehr und mehr Buren ausserhalb Orania sich damit identifizieren und Orania als zukünftige Bestimmung sehen. Südafrika wird immer negativer erlebt und an Orania als echte Alternative gedacht, wo es sicher ist, man seine Kultur ausleben kann und wo alles funktioniert.

5000 Mitglieder, ein Grund zum feiern

Werden Sie Mitglied der Orania Bewegung

Wenn Sie Orania und die Orania Bewegung unterstützen wollen, oder Mitglied werden wollen, schicken Sie eine e-mail an inligting@orania.co.za, oder gehen Sie auf www.orania.co.za > raak betrokke> sluit aan by Orania Beweging. Mitglieder ausserhalb Südafrikas zahlen R50 pro Monat, oder R600 pro Jahr (oder mehr als dieses, wenn gewünscht).